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Rückenschmerzen
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Mehr Beratung, weniger Opioide

Eine neue Studie belegt die große Bedeutung der »sprechenden Medizin« in der Schmerztherapie, gepaart mit einer bildgegebenden Diagnostik, bei Rückenschmerzen. Denn wenn der Arzt anschaulich erklärt, brauchen die Patienten weniger Analgetika.
AutorKontaktChristiane Berg
Datum 17.09.2020  16:30 Uhr
Patientenaufklärung als Teil der Schmerztherapie

Patientenaufklärung als Teil der Schmerztherapie

»Schmerztherapeutisch ist das gut nachvollziehbar«, so Professor Dr. Hans-Christoph Diener in einer aktuellen Meldung der DGN. »Patienten, die wissen, dass spezifische alterstypische Abnutzungserscheinungen allgemein häufig und per se ungefährlich sind, sind entspannter und weniger verunsichert.« Sie hätten weniger Angst, was sich wiederum positiv auf das Schmerzempfinden und die Psyche auswirke. »Daher ist die Patientenedukation selbst bereits eine wesentliche Säule der multimodalen Therapie bei Patienten mit chronischen Schmerzen«, betonte er.

Gerade angesichts der sogenannten Opioid-Epidemie in den USA und der Tatsache, dass auch in Europa zunehmend und schon jetzt zu häufig Opioide verschrieben werden, sollten Ärzte die Studienerkenntnisse nutzen, um in ihrem Praxisalltag entsprechend gegenzusteuern.

Allein anhand des Befundberichts gegebene »relativierende« Hinweise und Erläuterungen zur Pathogenese der Schmerzen hätten eine therapeutische Wirkung und könnten den Bedarf an Schmerzmitteln jedweder Art senken. Einmal mehr sei die große Bedeutung der »sprechenden Medizin« in der Schmerztherapie bestätigt worden.

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