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Spezialpharma
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Medios steigt ins Cannabisgeschäft ein

Das Spezialpharmaunternehmen Medios betritt den Medizinalcannabismarkt. Dafür schließt sich der Anbieter von Individualmedizin mit dem niederländischen Cannabisanbieter Bedrocan International zusammen. 
AutorKontaktPZ
Datum 19.01.2026  14:30 Uhr

Man habe sich die exklusiven Vertriebsrechte für Bedrocan-Produkte in Deutschland, Spanien, Belgien, Italien und Österreich gesichert, teilte die Medios-Gruppe mit. Bei Bedrocan handele es sich um einen »international führenden Hersteller von medizinischem Cannabis in pharmazeutischer Qualität«. Die Vereinbarung umfasse zunächst medizinisches Cannabis aus der EU-GMP-zertifizierten Produktionsstätte des Unternehmens in Dänemark. Ab dem 1. Januar 2027 werde es auf Produkte weiterer Bedrocan-Produktionsstätten ausgeweitet.

Den deutschen Markt habe man mit der Partnerschaft bereits im Blick. In den kommenden zwei Jahren werde diese schrittweise auf weitere EU-Länder ausgedehnt. Medios sei seit langen Jahren im EU-Apothekenmarkt verankert, heißt es. Man verfüge zudem über eine Expertise in GDP-zertifizierter pharmazeutischer Logistik. Cannaflos, die »Gesellschaft für medizinisches Cannabis mbH«, unterstützte Medios als Vertriebspartner in Deutschland, schreibt das Unternehmen.

MedCanG im  Blick

Medios will mit dem erweiterten Portfolio seine Profil als Anbieter von Individualmedizin schärfen. Man wolle Kompetenzen in der Onkologie und Neurologie sowie in weiteren Indikationsgebieten ausbauen, in denen unterstützende Behandlungen erforderlich sind. 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über verschärfte Regeln beim Zugang zu Medizinalcannabis will sich Medios »gezielt auf das erstattungsfähige Segment des medizinischen Cannabis« fokussieren und vom »Selbstzahlermarkt« unabhängig sein. In der Kritik steht derzeit die seit der Cannabis-Teilfreigabe immens gestiegene Zahl an Selbstzahlerrezepten. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) möchte mutmaßlichem Missbrauch mit einem novellierten Medizinalcannabsgesetz (MedCanG) begegnen und Onlineverschreibung sowie Versand von Cannabisblüten verbieten.

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