Der Verband Pro Generika definiert in seinem Masterplan für eine stabile Versorgung drei Versorgungslagen: die desolate, wacklige und angespannte. / © Adobe Stock/fovito
»67 Cent mehr – und Fiebersaft war genug da«, schreibt der Generika-Verband und bezieht sich auf den Preissprung von 67 Cent pro Flasche, der zur Stabilisierung der Arzneimittelversorgung bei Kinderarzneimitteln in der Erkältungssaison 2025/26 führte.
Dem Verband zufolge konnten Hersteller von Kinderarzneimitteln dank der Preiserhöhung in zusätzliche Wirkstoffbestände, neue Lieferanten für Flaschen und Packmittel sowie in zusätzliche Abfüllkapazitäten investieren.
Doch während sich die Lage bei Kinderarzneimitteln stabilisiert habe, sei die Zahl der Engpässe bei versorgungskritischen Wirkstoffen wie Antibiotika, Diabetesmedikamente oder Krebsmittel zuletzt weiter gestiegen. »Es ist deshalb Zeit, die Mechanismen der Kinderarzenimittel auf andere Generika zu übertragen«, heißt es in der Mitteilung.
Um das zu erreichen, hat der Verband einen Masterplan für Versorgungssicherheit entwickelt. Dieser verfolge einen »differenzierten, risikoangepassten Ansatz«, um die Versorgung langfristig zu sichern und das, ohne die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) »unnötig« zu belasten. Der Verband rechnet nämlich mit Gesamtkosten für das Maßnahmenpaket von maximal 600 Millionen Euro.
Pro Generika definiert in ihrem Masterplan drei Versorgungslagen: die desolate, wacklige und angespannte.
»Wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, funktioniert die Versorgung. Der Masterplan zeigt, wie wir diese Anreize auf alle Arzneimittel anwenden können«, sagt Bork Bretthauer, Geschäftsführer von Pro Generika.