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Großhändler fällt aus 
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Massiver Cyberangriff auf AEP

Der Arzneimittelgroßhändler AEP wurde Opfer einer Cyberattacke. Aktuell ist das Unternehmen nur sehr eingeschränkt erreichbar, Bestellungen sind nicht möglich. Es ist noch unklar, wann die Probleme behoben sind.  
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 30.10.2024  13:52 Uhr

AEP wurde Opfer eines massiven Cyberangriffs. Nach Angaben des Unternehmens haben die Angreifer die IT-Systeme des Großhändlers mit einer speziellen Software teilweise verschlüsselt. Man habe den Vorfall am Montag bemerkt und sofort alle notwendigen Schutzmaßnahmen getroffen. 

Laut einer Mitteilung des Großhändlers arbeitet man aktuell gemeinsam mit externen Spezialisten für Cyber-Incidents und IT-Forensik an einer Lösung. Dafür wurden alle Außenverbindungen getrennt und alle betroffenen IT-Systeme heruntergefahren. Aufgrund dieser Maßnahmen ist das Unternehmen aktuell nicht per Telefon und nur sehr eingeschränkt per E-Mail erreichbar. Außerdem können keine Bestellungen gebucht oder ausgeliefert werden.

Auch bei den bereits eingegangenen Bestellungen gibt es Schwierigkeiten. So konnten die Bestellungen, die von Samstag bis Montag eingingen, nicht am Dienstag in Zustellung gehen. Die Covid-Impfstoffe aus der Bestellung in der Kalenderwoche 43 wurden am 29. Oktober per trans-o-flex ausgeliefert.

Auf Nachfrage der PZ teilte der Großhändler mit, dass man noch nicht sagen könnte, wann eine Rückkehr zur Normalität möglich sei. Im Augenblick habe die Gewährleistung einer sicheren Systemwiederherstellung Vorrang vor Schnelligkeit. AEP verspricht, die Kundinnen und Kunden täglich über weitere Schritte zu informieren. 

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