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Erfolgreiche Tierstudien
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Malaria-Impfung mit gentechnisch veränderten Erregern

Bei Lebendimpfstoffen muss sichergestellt sein, dass die Impfantigene keine Krankheit verursachen. Das ist im Fall von Malaria-Impfstoffen besonders schwierig. Ein neuer Ansatz mit genmanipulierten Erregern könnte Fortschritte bringen.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 04.04.2024  09:00 Uhr

Lebendimpfstoffe bieten im Vergleich zu Tot- oder Spaltimpfstoffen etliche Vorteile. Einen zugelassenen Lebendimpfstoff gegen den Malaria-Erreger Plasmodium falciparum (Pf) gibt es aber noch nicht. Das Unternehmen Glaxo-Smith-Kline hat mit PfSPZ-CVac einen wirksamen und verträglichen Lebendimpfstoff gegen Malaria in frühen klinischen Studien getestet. Das Konzept dieses Impfstoffs, der als Antigen Pf-Sporozoiten (PfSPZ) enthält und somit eigentlich eine Infektion verursachen würde, basiert auf der Koadministration einer medikamentösen Malaria-Prophylaxe (Chemoprophylaxe-Vakzinierung, CVac). Somit ist ein sicherer Einsatz des Impfstoffs nur dann gewährleistet, wenn die Begleitmedikation zuverlässig eingenommen wird – ein in der Praxis womöglich zu riskanter Ansatz.

Ein Alternativkonzept stellen nun Forschende des US-Unternehmens Sanaria und des Seattle Children’s Research Institute in Seattle, Washington, im Fachjournal »EMBO Molecular Medicine« vor. Es handelt sich um einen Pf-Stamm, der gentechnisch so verändert ist, dass er die Leber infiziert und bis zum späten Leberstadium völlig asymptomatisch reift, dessen Entwicklungszyklus dann aber vollständig zum Stillstand kommt. Somit werden keine Merozoiten gebildet, die eine symptomatische Blutinfektion verursachen würden.

Der von den Forschenden entwickelte Impfstamm trägt die Bezeichnung LARC2 (Late Liver-Stage Arresting, Replication Competent) und unterscheidet sich vom Pf-Wildtyp durch die Deletion zweier Gene. Diese relativ kleine Modifikation – immerhin codiert das Pf-Genom für etwa 5000 Gene – verhindert den Übergang der Parasiten vom Leber- ins Blutstadium. Das zeigten die Forschenden in Mäusen, die mit menschlichen Leberzellen humanisiert waren, und in menschlichen Erythrozyten. Allerdings stimulieren die intravenös verabreichten LARC2-Parasiten eine sehr starke Immunreaktion in der Leber, die dann vor künftigen Malaria-Infektionen schützen soll.

Laut einer Pressemitteilung des Seattle Children’s Research Instituts planen die Forschenden eine erste klinische Studie noch in diesem Sommer, die dann bis 2025 in den USA, Deutschland und Burkina Faso durchgeführt werden soll.

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