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Illegaler Handel
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Lunapharm-Chefin zu Haftstrafe verurteilt

Im Prozess zum Medikamenten-Skandal um den Brandenburger Pharma-Großhändler Lunapharm ist die Geschäftsführerin Susanne Krautz-Zeitel zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.
AutorKontaktMelanie Höhn
AutorKontaktdpa
Datum 29.01.2025  10:00 Uhr

1,1 Millionen Euro illegale Einnahmen

Im Oktober 2023 startete der Prozess am Landgericht Potsdam: Damals wurden Krautz-Zeitel und der Rechtsanwalt Gunter Kowalski angeklagt, in der Zeit vom 23. Mai 2017 bis 20. Juli 2018 in Blankenfelde-Mahlow und weiteren Orten durch 23 selbstständige Handlungen gegen Paragraf 8 Absatz 2 Arzneimittelgesetz (AMG) mit Medikamenten Handel betrieben zu haben, wobei sie gefälschte Arzneimittel in den Verkehr gebracht und dabei gewerbsmäßig gehandelt haben sollen. Laut Anklage soll Lunapharm mit dem illegalen Handel Einnahmen in Höhe von 1,1 Millionen Euro erzielt haben. Dem Rechtsanwalt aus Hessen wurde zur Last gelegt, über die Firma Rheingold vorsätzlich Hilfe beim Handel mit gefälschten Arzneimitteln geleistet zu haben. Das Gericht hatte das Verfahren gegen einen dritten Angeklagten abgetrennt, da dieser aus gesundheitlichen Gründen nicht verhandlungs- und reisefähig war.

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