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Fachkräfteanalyse
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Leichte Erholung bei PTA – und dennoch »gefährliches Signal«

Der PTA-Beruf ist laut Bundesagentur für Arbeit (BA) vorerst kein Engpassberuf mehr, steht aber unter Beobachtung. Adexa-Vorstand Andreas May warnte gegenüber der PZ vor falschen Schlüssen. Den anhaltenden Mangel an Apothekerinnen und Apothekern weist die aktuelle Fachkräfteanalyse ebenso aus.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 02.07.2025  10:30 Uhr
Abwanderung insbesondere von erfahrenen PTA verschärft die Lage

Abwanderung insbesondere von erfahrenen PTA verschärft die Lage

Viele Apothekeninhaberinnen und -inhaber suchten händeringend nach PTA. »Die Nachfrage ist da, aber immer weniger junge Menschen entscheiden sich für diesen Beruf«, so May. Problematisch sei, dass es dem Beruf an Attraktivität fehle; die Reform der PTA-Fachausbildung sei »auf halbem Wege steckengeblieben« und in den Augen der Gewerkschaft »mehr ein ›Reförmchen‹ als ein echter Durchbruch«. Zudem sei das Einstiegsgehalt niedrig und die Verantwortung hoch. Dass insbesondere erfahrene PTA abwanderten, verschärfe den Personalmangel in öffentlichen Apotheken zusätzlich.

Falls die Politik aus der Einstufung folgere, dass es in puncto Apothekenpersonal keinen Handlungsbedarf mehr gebe, »wird sich die Abwärtsspirale früher oder später erneut drehen«. Stattdessen müsse die Fachkräftesicherung für Apotheken Priorität haben. »Das heißt: Ausbildungsbedingungen verbessern, Vergütungsstrukturen für öffentliche Apotheken anpassen und echte Perspektiven für PTA schaffen«, forderte May.

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