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Baden-Württemberg
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LAV fordert Soforthilfeprogramm

Tatjana Zambo, Präsidentin des Landesapothekerverbands (LAV), machte im Landtag von Baden-Württemberg auf die schwierige Situation der Apotheken aufmerksam und forderte ein Soforthilfeprogramm. Gesundheitsminister Manfred Lucha betonte die Notwendigkeit einer existenzsichernden Vergütung. 
AutorKontaktdpa
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 10.04.2024  17:00 Uhr
Lucha: »Wir wissen, was Apotheken täglich leisten«

Lucha: »Wir wissen, was Apotheken täglich leisten«

Gesundheitsminister Manfred Lucha (Bündnis 90/die Grünen) erklärte im Anschluss, der Gesellschaft müsse klar sein, was ihr eine gute Grundversorgung mit Arzneimitteln wert sei. »Die Apotheke ist nie und nimmer nur eine einfache Abgabestelle für Medikamente«, betonte der Minister. Die Offizinen, die noch auf dem Markt seien, müssten das Signal einer Existenzsicherung bekommen. Es sei nicht akzeptabel, dass viele Leistungen der Apotheken nicht oder nicht ausreichend vergütet würden. 

»Und ja, gute Versorgungsleistung kostet Geld«, sagte der Grünen-Politiker. In den Plänen des Bundesgesundheitsministers zur Apothekenreform fehlten leider Soforthilfen und eine Grundausrichtung zur generellen Stärkung der Apotheken. Es brauche jetzt eine existenzsichernde Basisvergütung, eine Entbürokratisierung sowie unternehmerische und organisatorische Spielräume für eine Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen. Das wolle man auch Professor Karl Lauterbach (SPD) klar machen. 

Zum Abschluss betonte der Minister die Bedeutung der Apotheken in der Corona-Pandemie. Ohne die Offizinen hätte man die Krise nicht bewältigen können. Die Apotheken müssten so entlastet werden, dass sie ihre wichtigen Aufgaben voll erfüllen können. »Wir wissen, was Sie täglich leisten, dafür gebührt ihnen herzlicher Dank«, sagte Lucha. 

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