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Grün-Schwarz im Ländle
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LAV Baden-Württemberg setzt auf Kontinuität

Auch in der neuen Legislatur bleibt die apothekerliche Versorgung in Baden-Württemberg ein zentrales sozialpolitisches Thema, davon zeigt sich Tatjana Zambo, Präsidentin des Landesapothekerverbands (LAV), überzeugt. Neue Kontakte braucht es durch den Absturz der SPD allerdings auch.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 09.03.2026  13:30 Uhr
LAV Baden-Württemberg setzt auf Kontinuität

»Es war ein spannender Wahlabend, bei dem am Ende sehr knapp die Grünen die Nase vorn hatten«, so die LAV-Präsidentin zur PZ. »Im Landtag werden CDU und Grüne gleich viele Sitze haben – und wir gratulieren beiden Parteien zu ihren Wahlerfolgen. Nach allem, was wir gestern von den Spitzenkandidaten gehört haben, dürften wir auch in den kommenden Jahren eine grün geführte Koalition mit der CDU bekommen.«

Wer in Person für Gesundheitsthemen zuständig sein wird, sei derzeit noch offen. Klar sei aber, »dass wir als Apothekerschaft die wirklich sehr guten Kontakte und die immer konstruktive Zusammenarbeit mit der Landesregierung fortsetzen können«.

Schon in den vergangenen Legislaturen seien vor allem die Frage der flächendeckenden apothekerlichen Versorgung und die dafür nötigen Rahmenbedingungen wichtige Themen auf der Agenda des Sozialministeriums gewesen, verbunden mit klaren Positionierungen, unterstrich Zambo. »Daran wird sich, Stand heute, nichts ändern.«

Dass die FDP in ihrem Stammland den Wiedereinzug in den Landtag nicht geschafft hat, wertet Zambo als »sehr bedauerlich«. Die FDP habe sich ebenfalls in den vergangenen Jahren stark für die Anliegen der Apothekerschaft engagiert. »Bei der SPD konnte der bisherige gesundheitspolitische Sprecher kein Mandat mehr erringen. Hier werden wir neu Kontakt knüpfen müssen.«

Kammerpräsident Martin Braun hob ebenfalls auf die Sitzgleichheit von Grünen und CDU ab; beide Fraktionen werden je 56 Sitze haben, die AfD bekommt 35, die SPD 10. Was dies konkret bedeutet, insbesondere bei der Verteilung der Ministerien, werde sich erst im Laufe der Koalitionsverhandlungen zeigen, so der Kammerpräsident zur PZ.

»Sehr zu begrüßen« sei, dass mit Dr. Katrin Merkel aus dem Wahlkreis Kehl eine Apothekerin und PTA-Lehrerin in den Landtag gewählt wurde. Braun weiter: »Besonders interessiert uns natürlich, wer in Zukunft das Sozialministerium leiten wird und welchen Stellenwert die Apotheke vor Ort im Koalitionsvertrag einnimmt. Das alles wird sich in den kommenden Wochen zeigen.«

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