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Apothekensystem
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Lauterbach soll benennen, was nicht funktioniert

In einem Ad-hoc-Antrag forderten 13 Deligierte des Deutschen Apothekertags (DAT), unter anderem der Apotheker Dr. Christian Fehske aus Hagen, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dazu auf, »zu benennen, welche Aspekte des Apothekenwesens so wenig funktionieren, dass eine Strukturreform zwingend erforderlich sein könnte.«
AutorKontaktPZ
Datum 10.10.2024  18:30 Uhr

Der sogenannte »deutsche Weg« – nicht funktionierende Teile des Gesundheitswesens mit zusätzlichen finanziellen Mitteln zu erhalten – dürfe nicht ohne inhaltliche Begründung auf das Apothekenwesen übertragen werden, fordern die Antragsteller. Sie beziehen sich damit auf die Argumentation des Bundesgesundheitsministers am gestrigen Mittwoch bei der Eröffnung des DAT.

Stattdessen solle ein »vernünftiger Weg« anerkannt werden, funktionierenden Teilen des Gesundheitswesens – den Apotheken – einen Inflationsausgleich nicht länger vorzuenthalten. Der DAT solle Lauterbachs Argumentation nicht »unwidersprochen im Raum stehen lassen«, betonte Fehske. Der Antrag wurde mit sehr großer Mehrheit angenommen.

In einem weiteren Ad-hoc-Antrag von 11 Delegierten  wird die ABDA dazu aufgefordert, die Einführung des elektronischen Impfpasses (eImpfpass), voranzutreiben und sich für den apothekerlichen Zugriff darauf einzusetzen. Dieser wurde ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen.

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