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Versorgungsgesetz
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Lauterbach muss Kioske streichen

Es war ein Prestigeprojekt des Bundesgesundheitsministers, doch jetzt wird Karl Lauterbach (SPD) auf seine Gesundheitskioske verzichten müssen. Im Referentenentwurf zum Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) ist das Vorhaben nicht mehr enthalten – offenbar auf Druck der FDP.
AutorKontaktAlexander Müller
AutorKontaktdpa
Datum 15.04.2024  09:16 Uhr

Lauterbach warnt vor Ärztemangel

Den künftigen Mangel »kann man sich noch gar nicht richtig vorstellen«, warnte er. Lauterbach verwies auf sein geplantes Gesetz, das die Versorgung vor Ort stärker absichern soll. Lauterbach verwies darauf, dass nach seinen Plänen für Hausärzte Vergütungs-Obergrenzen (Budgets) wegfallen sollen. Dies sei wichtig, um Nachwuchs zu gewinnen. Wenn die Budgets wegfallen, werde ein größerer Teil junger Mediziner sich für den Hausarztberuf entscheiden, sagte er. »Selbst dann wird der Mangel gravierend sein. Aber es muss sofort kommen.«

Zur Finanzierung zusätzlicher Medizinstudienplätze sagte er, dagegen sperrten sich unter anderem die Länder, die nicht mehr Geld dafür ausgeben wollten. »Uns fehlen ja 5000 Studienplätze pro Jahr. So ist es ja gekommen, dass wir in den nächsten zehn Jahren insgesamt 50.000 Ärzte zu wenig haben. Jeder wird das spüren.«

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