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Körper und Psyche
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Kuscheln heilt kleine Wunden

In den Finger geschnitten? Den Ellenbogen aufgeschrammt? Wenn im Körper nach einer Verletzung ausreichende Mengen des Kuschelhormons Oxytocin kursieren, stehen die Chancen gut, dass die Hautverletzung schnell heilt.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 05.03.2026  09:00 Uhr

Oxytocin ist bekannt dafür, soziale Bindungen zu stärken, Stress abzubauen und Schmerzen zu lindern. Offenbar hat es weitere Superkräfte. Laut einer Studie der Universität Heidelberg, die im Fachjournal »JAMA Psychiatry« erschienen ist, kann das Hormon die Heilung oberflächiger Wunden beschleunigen.

Die Forschenden wiesen 80 Paare an, eine Woche lang ein Nasenspray zu nutzen, dass entweder Oxytocin enthielt oder ein Placebo. Zusätzlich sollten die Teilnehmenden sich jeden Tag in wertschätzenden Gesprächen austauschen und Nähe teilen.

Das Hormon und die liebevolle Beschäftigung miteinander zeigten Wirkung: Kleine, oberflächige Hautverletzungen der Probandinnen und Porbanden heilten am besten, wenn die Testpersonen sowohl Oxytocin als auch die liebevolle Zuwendung erhielten. Der Effekt war am größten, wenn Paare zusätzlich regelmäßig intime Zärtlichkeit teilten und sexuell aktiv waren.

Laut der Forschenden zeigt das Ergebnis, wie das Zusammenspiel von Verhalten und Hormonen die körperliche Gesundheit in nahen, liebevollen Beziehungen beeinflussen kann. Da beide Faktoren jedoch nur in Kombination wirkten, fungiere Oxytocin eher als sozialer Verstärker und nicht als eigenständiges Therapeutikum.

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