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Prävention
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Krankenkassen melden Ausgabenrekord

Das Verhindern von Krankheiten rückt immer mehr in den Fokus der Gesundheitspolitik. Die Krankenkassen haben ihre Ausgaben für Prävention im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wünscht sich mehr Investitionen vom Staat. 
AutorKontaktPZ
Datum 28.11.2025  16:30 Uhr

Rund 686 Millionen Euro haben die Krankenkassen im vergangenen Jahr in Aktivitäten zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten, Betrieben und für einzelne Versicherte investiert. Damit haben die Gesamtausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Gesundheitsförderung und Prävention das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 (rund 630,8 Millionen Euro) deutlich überschritten. Das geht aus dem neuen Präventionsbericht von GKV-Spitzenverband und Medizinischem Dienst Bund (MDB) hervor.

Die Krankenkassen konnten demnach im Jahr 2024 die Zahl der dokumentierten gesundheitsfördernden und präventiven Aktivitäten in Lebenswelten wie Kitas, Schulen und Kommunen im Vergleich zum Vorjahr steigern. Mit 5160 dokumentierten Aktivitäten (+ 16 Prozent) erreichten die Krankenkassen fast 8,9 Millionen Menschen (+15 Prozent) in 52.535 Lebenswelten (+ 12 Prozent). Unter den Begriff »Lebenswelten« fallen beispielsweise Betriebe oder Stadtviertel. Etwa die Hälfte aller Aktivitäten in Lebenswelten wurden in Kitas und Grundschulen durchgeführt.

Von der Kita bis zum Pflegeheim 

Bei der Teilnahme an individuellen Gesundheitskursen wurden fast 1,9 Millionen Versicherte von den Krankenkassen unterstützt – und damit 17 Prozent mehr als 2023. Die Gesundheitskurse richten sich an einzelne Versicherte und befassen sich mit Bewegungsförderung, Stressbewältigung, Ernährung und Suchtmittelreduktion. Über 90 Prozent der von den Krankenkassen unterstützten Kursteilnahmen bezogen sich auf Bewegung (63 Prozent) und Stressmanagement (31 Prozent). Etwa 73 Prozent der Kurse wurden in Präsenz durchgeführt, 27 Prozent fanden online statt.

Die Ausgaben für betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sind 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 282 Millionen Euro gestiegen. Zugleich sank die Zahl der mit BGF erreichten Betriebe um 5 Prozent auf 28.142 und die der erreichten Beschäftigten um 6 Prozent auf 2.064.293.

Nach Einschätzung des GKV-Spitzenverbands ist diese Entwicklung möglicherweise auf die gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre zurückzuführen. Demnach schlagen sich steigende Ausgaben beispielsweise für Personal- und Sachkosten auch im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention nieder und führen teilweise dazu, dass Projekte nicht mehr im gleichen Umfang wie zuvor umgesetzt werden können.

Zusätzlich zu den GKV-Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention hat die soziale Pflegeversicherung im Jahr 2024 insgesamt 25 Millionen Euro für Präventionsleistungen in stationären Pflegeeinrichtungen investiert. Dies entspricht einem Zuwachs von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Präventionsangebote sollen die gesundheitliche Situation der pflegebedürftigen Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen stärken und deren Lebensqualität positiv beeinflussen. Erreicht wurden damit wie bereits im Jahr 2023 insgesamt 125.000 pflegebedürftige Menschen, wobei die Zahl der erreichten Pflegeeinrichtungen im Vergleich zu 2023 um 6 Prozent auf rund 2600 leicht sank.

Mehr Engagement vom Staat gefordert

Oliver Blatt, GKV-Vorstandsvorsitzender, sieht in diesen Zahlen einen Beleg für das Engagement der Krankenkassen. Doch der Staat müsse mehr tun: »Prävention kann nur gelingen, wenn (Finanz-)Verantwortung viel stärker als bisher auch von Bund, Ländern und Kommunen als Gestalter von Lebens- und Gesundheitsbedingungen übernommen wird. Hier sollten angekündigte Reformvorhaben wie die Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes ansetzen, um bessere Rahmenbedingungen für den Ausbau bedarfsgerechter und nachhaltiger Gesundheitsförderung und Prävention zu schaffen«, so Blatt. 

Stefan Gronemeyer, MDB-Vorstandsvorsitzender, betont die zunehmende Bedeutung der Prävention von Pflegebedürftigkeit: »Die Zahl pflegebedürftiger Menschen wird weiterhin ansteigen. Vor dem Hintergrund knapper personeller und finanzieller Ressourcen sollten alle zur Verfügung stehenden Ansätze ausgeschöpft werden, um Pflegebedürftigkeit möglichst zu verhindern und Einschränkungen der Selbstständigkeit möglichst lange hinauszuzögern.«

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