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Längere Pilotphase gefordert
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Krankenhäuser wenig auf EPA vorbereitet

Die Hälfte der Krankenhäuser schätzt, dass die Einführung der elektronischen Patientenakte (EPA) zwischen drei Monaten und einem Jahr dauern wird. Etwa zwei Drittel (64 Prozent) sind organisatorisch wenig oder noch gar nicht auf den EPA-Start vorbereitet. Vor diesem Hintergrund fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Pilotphase über den 15. Februar hinaus zu verlängern.
AutorKontaktAnne Orth
Datum 27.11.2024  15:15 Uhr

Akzeptanz der E-Akte nicht gefährden

»Das Bundesgesundheitsministerium ist bereits den KIS-Herstellern entgegengekommen und hat sie frühestens zu Mitte Februar zur Bereitstellung der Technik verpflichtet. Der Minister muss jetzt auch für die Krankenhäuser Klarheit schaffen und die Pilotphase ausreichend verlängern«, betonte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß heute in einer Pressemitteilung. Die EPA sei sinnvoll und könne die Versorgungsqualität verbessern. Dafür benötige es aber Akzeptanz bei Patientinnen und Patienten genauso wie bei Krankenhäusern. »Diese Akzeptanz dürfen wir nicht durch technische oder organisatorische Probleme in der Startphase beschädigen«, forderte Gaß.

Zuletzt hatte es Verwirrung um den EPA-Starttermin gegeben. Für Irritationen sorgte ein Schreiben von Susanne Ozegowski, Leiterin der Abteilung für Digitalisierung und Innovation im BMG, an den Bundesverband IT im Gesundheitswesen (bvitg). Darin hatte sie angekündigt, dass die Softwarehersteller nicht schon zum 15. Januar bundesweit das Modul für die technische Anbindung der Ärzte, Apotheker und Krankenhäuser an die EPA ausrollen müssen. Startklar muss zu diesem Zeitpunkt nur die Software der Leistungserbringer in den Modellregionen sein. Im Nachgang bekräftigten allerdings Ozegowski und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), dass der Starttermin der Testphase am 15. Januar eingehalten werde.

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