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Entwurf GVSG
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Kioske später, weniger Regresse, Homöopathie bleibt

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will die Hausarztpraxen stärken. Die geplanten »Gesundheitskioske« sollen dagegen später kommen und Krankenkassen weiterhin Homöopathie als Satzungsleistung anbieten können. Das geht aus dem Referentenentwurf des Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetzes (GVSG) hervor.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 26.03.2024  07:38 Uhr

Neuer Fonds

Der Entwurf sieht angesichts von Nachwuchsmangel auch eine Förderung für mehr Medizinstudienplätze vor. Dafür sollen für jeden von einem Land finanzierten Platz zwei weitere Studienplätze finanziert werden. Dazu solle ein Fonds eingerichtet werden. Gespeist werden soll er demnach aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds, der Geldsammelstelle der gesetzlichen Krankenkassen.

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sagte der dpa, damit stehe endlich auch eine Verbesserung der Praxisversorgung und eine Stärkung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte an. »Viele Arztpraxen arbeiten am Limit.« Darunter leide die immer älter werdende Bevölkerung. »Das zeigt sich bei der Suche nach Facharztterminen in Städten inzwischen ebenso wie bereits bei der hausärztlichen Versorgung auf dem Land.« Die überfälligen Strukturreformen dürften im Kabinett nun auf keinen Fall weiter verzögert oder gar blockiert werden.

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