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RSV-Schutz
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Kinderärzte klagen über Mangel 

Den neuen Antikörper Nirsevimab (Beyfortus®) zum Schutz von Säuglingen vor RSV ist laut Kinderärzten ein großer Fortschritt. Seit diesem Herbst kann es mit der Immunisierung auf Kosten der Krankenkassen losgehen. Doch offenbar gibt es aktuell noch zu wenig von dem Präparat. 
AutorKontaktdpa
Datum 18.10.2024  16:00 Uhr
»Wir werden deutlich weniger RSV-erkrankte Kinder sehen«

»Wir werden deutlich weniger RSV-erkrankte Kinder sehen«

»Die RSV-Saison ist noch nicht richtig losgegangen«, sagt Maske. Es gebe aber bereits einzelne Fälle. Für vergangene Woche wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) bislang 35 Fälle gemeldet. »Die Impfung ist ein großer Fortschritt. Wir werden deutlich weniger RSV-erkrankte Kinder sehen«, sagte der BVKJ-Sprecher. »Die letzten zwei, drei Jahre waren furchtbar.« Viele Kinder waren betroffen. Weil es nicht genügend freie Betten gegeben habe, hätten schwerkranke Kinder in entferntere Krankenhäuser gebracht werden müssen.

RSV verursacht bei Kindern wie Erwachsenen Infektionen der Atemwege. Grundsätzlich kann man in jedem Alter daran erkranken und sich wiederholt infizieren. Gerade bei Säuglingen kann der Erreger Bronchiolitis und Lungenentzündungen verursachen. Jährlich kommen nach Daten des RKI etwa 25.000 Säuglinge wegen RSV ins Krankenhaus. Rund 200.000 Säuglinge mit RSV werden ambulant behandelt. Das Virus wird über Tröpfchen übertragen.

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