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Digitalisierung
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KI im Apothekenalltag

In einer APOkix-Umfrage geben 86 Prozent der Apothekeninhaberinnen und Apothekeninhaber an, dass es ohne den Einsatz digitaler Technologien schwierig wird, in der Apothekenbranche wettbewerbsfähig zu bleiben. 
AutorKontaktPZ
Datum 28.04.2025  15:30 Uhr

Ob in der Patientenberatung, bei Bestellungen oder einfach im Marketing: Künstliche Intelligenz kann in vielen Bereichen des Apothekenalltags eingesetzt werden. Doch wie eine Umfrage von  APOkix zeigt, nutzen nicht alle Apothekerinnen und Apotheker diese Möglichkeiten.

Digitale Lösungen und Services im Apothekenalltag

Obwohl 95 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass die Bedeutung digitaler Kundenservices weiter zunehmen wird, schätzt etwa die Hälfte (47 Prozent) der Befragten den Digitalisierungsgrad der eigenen Apotheke als weit oder sehr weit fortgeschritten ein. Weitere 49 Prozent bezeichnen ihn als mittelmäßig.

Am häufigsten angeboten werden Online-Vorbestellmöglichkeiten mit Abholung in der Apotheke (89 Prozent) oder Zustellung durch den Botendienst (84 Prozent). Dahinter folgt die Anbindung an digitale Apothekenplattformen wie ihreapotheken.de oder gesund.de (74 Prozent).

Etwa die Hälfte der Befragten setzt auf Apotheken-Apps (51 Prozent) und Social Media (47 Prozent).

Künstliche Intelligenz: Potenzial und Herausforderung für Apotheken

Mehr als drei Viertel der Befragten schreiben KI das Potenzial zu, die Qualität der Arzneimittelversorgung zu verbessern. Dennoch setzen aktuell nur 13 Prozent der Befragten die Nutzung von KI in der Apotheke ein.

Laut 81 Prozent der Befragten wird KI in Zukunft im Apothekenbereich viele neue Möglichkeiten eröffnen und Prozesse schneller, sicherer und effizienter machen.

Die am häufigsten genannten Einsatzfelder sind die Optimierung von Bestellprozessen und des Bestandsmanagements (86 Prozent), die Analyse von Patientendaten zur Unterstützung der Arzneimitteltherapie (76 Prozent) und die Auswertung von Kundendaten für Marketingzwecke (75 Prozent).

Die größten Herausforderungen für den Einsatz von KI in Apotheken sehen die Befragten in Haftungsrisiken und unklaren gesetzlichen Regelungen (42 Prozent), Datenschutz- und Sicherheitsbedenken (38 Prozent) sowie in der mangelnden Beherrschbarkeit und Transparenz von KI-Technologien (35 Prozent).

Der Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH KÖLN ist das Stimmungsbarometer im deutschen Apothekenmarkt. Für den APOkix im April wurden im Zeitraum vom 31.03.2025 bis zum 13.04.2025 insgesamt 120 Apothekeninhaberinnen und Apothekeninhaber online befragt.

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