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Zusatzbeitrag steigt häufig
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Kassenausgaben steigen um 5 Prozent

Die Krankenkassen gaben laut vorläufigen Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) im vergangenen Jahr 306,2 Milliarden Euro aus. Das waren 14,4 Milliarden oder 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Etwa die Hälfte der Kassen hat zum Jahresbeginn die Beiträge angehoben.
AutorKontaktdpa
Datum 12.03.2024  09:03 Uhr

Wie das BMG am Montag in Berlin bekannt gab, erhöhten 45 Kassen zum 1. Januar den Zusatzbeitrag, 45 Kassen ließen ihn unverändert, vier senkten ihn zum Jahreswechsel.

Den Zusatzbeitrag kann jede Kasse selbst festlegen. Er liegt nach Ministeriumsangaben im Durchschnitt bei 1,7 Prozent, nach 1,6 Prozent im Vorjahr. Der allgemeine Beitragssatz liegt bei 14,6 Prozent und ist gesetzlich auf dieser Höhe festgeschrieben.

Den Ausgaben standen Einnahmen von 304,4 Milliarden Euro gegenüber. Als Gründe für die Ausgabensteigerungen nannte das Ministerium gesetzlich vorgeschriebene Zahlungen von 2,5 Milliarden Euro aus den Finanzreserven der Kassen an den Gesundheitsfonds, der Geldsammel- und -verteilstelle der Krankenversicherung, zur Beitragsstabilisierung.

Außerdem stiegen die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen um 6,1 Milliarden Euro. Zudem gab es demnach deutliche Anstiege auch in anderen Leistungsbereichen etwa bei Impfungen, der häuslichen Krankenpflege oder beim Krankengeld. Die endgültigen Finanzergebnisse für 2023 werden den Angaben zufolge erst Mitte Juni vorliegen.

Arzneimittelausgaben unterdurchschnittlich

Der Anstieg der Arzneimittelausgaben lag nach Ministeriumsangaben mit 2,9 Prozent erstmals seit 2018 wieder deutlich unter dem durchschnittlichen Anstieg der gesamten Leistungsausgaben. Diesen Effekt schreibt das Ministerium dem Anfang 2023 umgesetzten GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKV-FinStG) zu.

Im Spargesetz enthalten waren unter anderem ein um 5 Prozentpunkte erhöhter Herstellerabschlag sowie die Erhöhung des Kassenabschlags der Apotheken von 1,77 auf 2 Euro pro Packung. Die Aufwendungen für Apotheken liegt regelmäßig bei rund 2 Prozent der Gesamtausgaben der Kassen – weniger als die Hälfte der GKV-Verwaltungsausgaben.

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