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Expopharm

Erfolg bestätigt

03.10.2005  00:00 Uhr
Interview

Expopharm: Erfolg bestätigt

von Thomas Bellartz, Köln

Die diesjährige Expopharm in Köln war die bislang erfolgreichste. Mehr als 25.000 Besucher kamen in die Messehallen. Im PZ-Interview analysiert Gregor Ulrich, Geschäftsführer der Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker mbH, die Gründe für den Erfolg.

PZ: Wie zufrieden sind Sie mit der Expopharm 2005?

Ulrich: Die Expopharm in Köln war eine sehr erfolgreiche Veranstaltung. Darauf können wir, so glaube ich, mit Recht stolz sein. Schon vorab hatten wir Hinweise auf eine große Besucherzahl; bei den Ausstellerzahlen und den gebuchten Flächen hatten wir ja bereits neue Rekordmarken setzen können. Der Besucherrekord ist zwar keine zwangsläufige Folge, aber steigende Ausstellerzahlen bedingen in der Regel auch eine höhere Besucherzahl. konnten

Unabhängig davon: Wichtig ist für uns, dass Aussteller und Besucher ihre Ziele erreichen und mit den Serviceleistungen der Expopharm zufrieden sind.

PZ: Köln ist anscheinend ein gutes Pflaster für die Expopharm. Warum bleiben Sie nicht einfach grundsätzlich in Köln?

Ulrich: In den vergangenen Jahren hat sich der Wechsel zwischen den Standorten bewährt. Das lassen wir uns über die jeweils stattfindenden Aussteller- und Besucherbefragungen bestätigen. Im kommenden Jahr sind wir wieder in München zu Gast. Hier erreichen wir ­ abgesehen von den jährlich kommenden Besuchern ­ auch die regionale Besucherschaft im Süden. Das berücksichtigen wir bei unseren Planungen.

PZ: Aber die Messe ist keine Regionalmesse.

Ulrich: Natürlich ist sie das nicht, ganz im Gegenteil. Wir wissen aus unseren Befragungen, dass in München deutlich mehr Besucher aus dem Süden der Republik kommen, also beispielsweise aus Bayern und Baden-Württemberg, aber auch aus den Nachbarländern Schweiz und Österreich, als in Köln. Dort kommen wiederum mehr Besucher aus Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern; aber eben auch aus den Benelux-Staaten und aus Frankreich.

PZ: Man hatte den Eindruck, dass das Publikum in diesem Jahr internationaler war.

Ulrich: Ja, das ist richtig und auch unsere Aussteller haben dies in diesem Jahr deutlich gespürt. Optisch erkennbar war dies durch den Besucherandrang auf dem Internationalen Meetingpoint. Seit einigen Jahren schaffen wir dadurch eine Einstiegsplattform für internationale Geschäftskontakte. In diesem Jahr war dieser Stand an der Kapazitätsgrenze. Wir überdenken gerade das Konzept für das nächste Jahr. Wir müssen die Standfunktionalität ausbauen. Die zunehmende Internationalität ist sicherlich auch ein Erfolg unserer verstärkten PR- und Marketingaktivitäten im Ausland.

PZ: Was haben Sie in diesem Sektor verstärkt?

Ulrich: Unsere Kommunikation jetzt beruht auf verschiedenen Säulen. Das war nicht immer so. Heute informieren wir regelmäßig Journalisten und Medien in Deutschland und vielen anderen Ländern im Vorfeld und während der Expopharm. Wir versenden den Expopharm-Newsletter mit aktuellen Brancheninformationen und Hintergrund zur Messe sowohl an Aussteller als auch potentielle Besucher. Zudem betreuen wir die Redaktionen intensiver. Hinzu kommt die Kommunikation via Internet. Die Homepage www.expopharm.de wurde im Juli relauncht und wird ein zentraler Bestandteil unserer PR- und Marketingaktivitäten werden. Zudem haben erstmals den Expopharm Medienpreis ausgeschrieben. Die Resonanz war beachtlich, trägt zur Markenbildung bei, ist aber sicherlich auch für das Medienthema »Apotheke” nicht zu unterschätzen. Der Medienpreis ist ein neuer Eckpfeiler unserer Kommunikation.

PZ: Sie stemmen die Messe Jahr für Jahr mit einem überschaubaren Team. Wann sind die Grenzen erreicht?

Ulrich: Das Messeteam selbst umfasst kein halbes Dutzend Leute. Während der Expopharm haben wir dann Unterstützung durch Hilfskräfte beziehungsweise Mitarbeiter der Messeunternehmen an Ort und Stelle. Unsere Mitarbeiter sind im positiven Sinne routiniert und flexibel und werden auch zukünftige Herausforderungen bewältigen.

PZ: Flexibel muss man wohl sein, wenn noch während der Messe die Buchungen für das nächste Jahr eingehen.

Ulrich: Das hat sich in den vergangenen Jahren so eingespielt. Immer mehr Aussteller wollen sich ihre Stände für die kommende Expopharm reservieren. Das sehen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Auf der einen Seite gibt es uns frühzeitig Planungssicherheit, auf der anderen Seite nimmt es uns die Flexibilität in der Planung, die wir gerne hätten. Letztendlich ist es jedoch eine Bestätigung des Erfolges dieser Fachmesse.

PZ: Welche Erwartungen haben Sie mit Blick auf die Expopharm in München?

Ulrich: Die Messlatte liegt mal wieder um einiges höher. Dass wir im nächsten Jahr unser Ergebnis aus dem Jahr 2004 übertreffen wollen, versteht sich von selbst. Genauere Prognosen können wir allerdings erst im nächsten Frühjahr machen. Und man muss dazu sagen: Irgendwann sind die Kapazitätsgrenzen zumindest auf dem nationalen Markt erreicht. Top

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