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GlaxoSmithkline legt Fusionsdokumente vor

10.07.2000  00:00 Uhr

-Wirtschaft & HandelGovi-Verlag

GlaxoSmithkline legt Fusionsdokumente vor

von Arndt Striegler, London

Amerika ist die letzte Hürde, die die britischen Arzneimittelhersteller GlaxoWellcome und Smithkline Beecham nehmen müssen, bevor sie zum größten Pharmaunternehmen fusionieren können. In der Londoner City rechnet man damit, daß die amerikanischen Wettbewerbsbehörden der Fusion in Kürze zustimmen werden.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen legte am 5. Juli in London die Dokumente vor. Als Stichtag für die abgeschlossene Fusion wird der 21. August 2000 genannt. Die Europäische Kommission hatte dem Zusammenschluss im Mai 2000 zugestimmt. "Der Rest ist nur noch Formsache", so das Londoner Bankhaus Lehman Brothers.

GlaxoSmithkline wird rund 7 Prozent des weltweiten Arzneimittelumsatzes auf sich vereinigen und einen Börsenwert von rund 400 Milliarden DM haben und zählt damit auch im deutschen Apothekenmarkt zu den führenden Anbietern. Die beiden Vorstände von GlaxoWellcome und Smithkline Beecham erhoffen sich von dem Zusammenschluss erhebliche Rationalisierungseffekte, ein verbessertes Marketing und eine schlagkräftige Forschung. Davon würden sowohl die Patienten und verschreibenden Ärzte profitieren, die sich auf zahlreiche, innovative Präparate freuen könnten.

Unterdessen wurde bekannt, dass drei Direktoren mit einem so genannten goldenen Handschlag verabschiedet werden. Jeremy Strachan und James Cochrane (Glaxo) sollen jeweils umgerechnet 4,6 Millionen DM Abfindung sowie diverse Extras erhalten. Andrew Bonfield (SmithKline Beecham) wird der Abschied nach Meldungen Londoner Zeitungen mit insgesamt rund 2,7 Millionen DM versüßt. Top

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