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Wirtschaft & Handel

03.03.1997  00:00 Uhr

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Sanacorp hält an 1,65 DM Dividende fest

Einen um rund 3,2 Prozent von 1714,6 Millionen auf 1769,3 Millionen DM gestiegenen Umsatz meldet der Sanacorp Pharmahandel München Planegg, für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres (l. Juli 1996 bis 30. Juni 1997). Während in den ersten vier Monaten die Umsatzerlöse um mehr als 9 Prozent auf 1221 Millionen DM gesteigert werden konnten, kam es im Spätherbst aufgrund der Diskussion um das Arzneimittelbudget der Ärzte zu einem deutlichen Rückgang. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 20,2 Millionen DM um 36,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 31,6 Millionen DM.

Der Vorstand erklärt die Differenz zum einen mit den Umsatzeinbußen im November und Dezember, mit der Ausgliederung des operativen Geschäfts aus der Genossenschaft in die Aktiengesellschaft und der dabei notwendigen Auflösung von versteuerten Wertberichtigungen in Höhe von 15 Millionen DM mit höheren Abschreibungen des verdoppelten Investitionsvolumens gegenüber dem Vorjahreszeitraum und mit Einmalaufwendungen, wie den Umzug in die neue Niederlassung in Hannover. Es seien nachhaltige Maßnahmen eingeleitet worden, um die Kosten zu senken und den Rohertrag zu steigern. Damit werde das geplante Vorsteuer-Ergebnis für das gesamte Geschäftsjahr erreicht. Die angekündigte Dividendenzahlung von 1,66 DM je Vorzugsaktie sei gesichert, auch wenn das prognostizierte Umsatzwachstum von 4,5 Prozent nicht erzielt werden könne.

Wie der Vorstand weiter meldet, ging die neue Niederlassung in Hannover am 21. Oktober 1996 in Betrieb. Sie soll über eine doppelt so hohe Lagerkapazität wie die alte Niederlassung verfügen. Die moderne Technik und 1800 Automatenplätze erlauben eine schnellere Zusammenstellung der Bestellungen. Die Transpondertechnik, ein Leitsystem für die optimale Steuerung von Lieferwannen, stelle darüber hinaus sicher, daß von der Abgabe eines Rezeptes in der Apotheke bis zur Auslieferung eines Medikaments weniger als eine Stunde vergehe. Die Investitionen von Sanacorp beliefen sich aufgrund des neuen Betriebs im ersten Halbjahr auf 15,2 Millionen DM, das sind 8,2 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum.

Zuwachs verspricht sich der Pharmahandel zum einen als Systemdienstleiter für seine Apothekenkunden, zum anderen durch das Geschäft der 100prozentigen Tochter Adiuvo-Gesellschaft für Marketing und Vertrieb von Hilfsmitteln für Pflegebedürftige GmbH. Sie vermarktet große Heil- und Hilfsmittel und soll 350 Apotheken bis Februar 1997 als Kunden gewonnen haben. Anfang Februar nahm - gleichfalls als 100prozentige Tochter - die Sanalog Logistik ihre Tätigkeit auf. Erster Kunde wurde die deutsche Tochter von Pharmacia & Upjohn, deren gesamte Produktpalette von Sanalog logistisch betreut wird.

Artikel von der PZ-Redaktion

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