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Pfizer ist Sieger in der Übernahme-Schlacht

07.02.2000
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-Wirtschaft & HandelGovi-Verlag

Pfizer ist Sieger in der Übernahme-Schlacht

dpa-Artikel

Der New Yorker Pharmakonzern Pfizer ist aus der dreimonatigen Übernahmeschlacht um den US-Pharmariesen Warner-Lambert als Sieger hervorgegangen. Pfizer zahlt im Zuge eines Aktientauschs 90 Milliarden Dollar dafür. Dies teilten beide Unternehmen am 7. Februar mit.

Es entsteht der zweitgrößte Pharmakonzern der Welt nach dem ebenfalls fusionierenden Unternehmen Glaxo SmithKline. Der bisherige US-Branchenführer Merck wird von der als Pfizer Inc. firmierenden neuen Gesellschaft weit überflügelt. Sie setzt mit 87.000 Mitarbeitern 28 Milliarden Dollar um. Davon entfallen 21 Milliarden Dollar auf rezeptpflichtige Medikamente. Der Börsenwert beträgt mehr als 230 Milliarden Dollar. Bis 2002 sollen Kosten von 1,6 Milliarden Dollar eingespart werden.

Pfizer erwartet bis 2002 ein jährliches Umsatzwachstum von 13 Prozent und eine jährliche Gewinnsteigerung von 25 Prozent. Warner-Lambert-Aktionäre erhalten 2,75 Pfizer-Aktien je eigenen Anteil, was 98,31 Dollar je Aktie entspricht. Sie werden mit 39 Prozent und Pfizer-Aktionäre mit 61 Prozent an dem fusionierten Unternehmen beteiligt sein. Konzernchef bleibt Pfizer-Spitzenmanager William C. Steere. Dagegen wird Lodewijk J.R. de Vink nach vollzogenem Zusammenschluss ausscheiden. Der Warner-Lambert-Chef hatte sich lange heftig gegen die Übernahme durch Pfizer gewehrt und trat für einen Zusammenschluss mit American Home ein.

1999 hatte der Viagra-Hersteller Pfizer 16,2 Milliarden Dollar umgesetzt und 3,2 Milliarden Dollar verdient. Warner-Lambert hatte einen Umsatz von 12,9 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 1,7 Milliarden Dollar ausgewiesen. Bestseller war Lipitor, ein Blutfett senkendes Medikament, an dessen Vertrieb Pfizer beteiligt war. 2000 soll der Lipitor-Umsatz mehr als fünf Milliarden Dollar erreichen. Top

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