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Politikticker - Archiv

03.10.2005  00:00 Uhr

Politikticker

Ausgaben steigen langsamer

Die Krankenkassen haben im August 2005 knapp 1,9 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben. Diese Summe liegt nach Angaben der ABDA um mehr als 100 Millionen Euro unter den Ausgaben der beiden Vormonate. Im Jahresverlauf 2005 hätten sich die Monatsausgaben der Krankenkassen stabilisiert. Dementsprechend gebremst wurden auch die Steigerungsraten. Waren die Ausgaben im ersten Quartal 2005 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2004 noch um knapp 21 Prozent gestiegen, so habe sich diese Zahl in den vergangenen Monaten unterhalb der 19-Prozent-Marke eingependelt. Vermutlich werde dieses Niveau für den Rest des Jahres beibehalten. PZ

400.000 prellen Praxisgebühr

Im laufenden Jahr werden laut »Bild«-Zeitung etwa 400.000 Kassenpatienten die Zahlung der Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal schuldig bleiben. Das berichtet das Blatt unter Berufung auf Schätzungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Im Vorjahr habe die Vergleichszahl aufs Jahr gesehen bei 337.000 gelegen. Wegen der insgesamt wieder gestiegenen Zahl der Arztbesuche entspreche der Anteil nach wie vor nur 0,2 Prozent aller Versicherten. In mehr als zwei Drittel der Fälle würden Krankenhäuser die Gebühr nicht einziehen und die Patienten als Nichtzahler melden. dpa

Vergütung leistungsunabhängig

Krankenkassen mit jungen und gesunden Versicherten dürfen die pauschale Vergütung zur ambulanten Behandlung nicht eigenmächtig kürzen, weil ihre Versicherten seltener zum Arzt gehen. Die Kassen seien an die Pauschale gebunden, die ihr jeweiliger Landesverband mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) aushandele, urteilte das Bundessozialgericht (BSG). Die Pauschale könne nicht vor Gericht angefochten werden. In den verhandelten Fällen hatten zwei westfälische Betriebskrankenkassen bei ihrer Zahlung an die KV Millionen einbehalten. Die nach einer Stichprobe festgesetzte und seit 1993 fortgeschriebene Kopfpauschale sei heute zu hoch, da sich ihr Versichertenbestand verjüngt habe, argumentierten die Kassen. dpa ´Top

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