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Politikticker - Archiv

18.04.2005  00:00 Uhr

Politikticker

Medi pöbelt gegen Vertrag

Der baden-württembergische Ärztezusammenschluss Medi entwickelt sich immer mehr zu einer Sekte gegen den Barmervertrag. Medi-Mitglieder, die dem von Hausärzteverband, Barmer und DAV geschlossenen Vertrag beitreten, werden telefonisch zur Umkehr überredet. Zudem wirft der Verein dem Hausärzteverband vor, für Baden-Württemberg falsche Zahlen über die Teilnahme am Barmer-Modell anzugeben. Der Verband hat in zahlreichen Pressemeldungen immer wieder gegen den Vertrag gewettert. Besonders verärgert sind die Ärzte darüber, dass Apotheker Geld aus einem Topf erhalten können, der aus Medi-Sicht exklusiv für Ärzte sein sollte. PZ

Vermittlungsergebnis in PZ-Online

An diesem Mittwoch beschäftigt sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat mit der Änderung des Apothekengesetzes. Gegenstand der Beratungen ist der Vorschlag einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Bundestag und Bundesrat. Die PZ berichtet über das Ergebnis am Donnerstag (21. April) in ihrer Online-Ausgabe. Bei der Änderung des Apothekengesetzes geht es um die Belieferung von Krankenhäusern mit Arzneimitteln. Die Bundesregierung wollte Beratung und Logistik von einander trennen. Der Bundesrat lehnte dies ab. Die ABDA hat in ihren Stellungnahmen zur Gesetzesänderung darauf bestanden, Beratung und Beschaffung von Arzneimitteln dürften aus Sicherheitsgründen nicht getrennt werden. PZ

200.000 ohne Versicherung

Die schlechte Wirtschaftslage und die Arbeitsmarktreform Hartz IV lassen die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherungsschutz steigen. Kassenexperten schätzten ihre Zahl auf mindestens 200.000 bis 300.000. Vor zwei Jahren seien nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums 188.000 Bürger unversichert gewesen. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, außer der vom Statistischen Bundesamt erhobenen Zahl von 188.000 gebe es keine gesicherten Zahlen. dpa ´Top

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