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Politikticker - Archiv

10.01.2005
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Politikticker

Hartmannbund nörgelt

Der Vorsitzende des Ärzteverbandes Hartmannbund, Dr. Hans-Jürgen Thomas, hält nichts vom Integrationsvertrag. Das von Deutschem Apothekerverband, Hausärzteverband und Barmer Ersatzkasse entwickelte Konzept verursache erhebliche Mehrkosten, schränke die freie Arzt- und Apothekenwahl ein und vermehre die Bürokratie, sagte Thomas anlässlich der Neujahrspressekonferenz seines Verbandes. Dem Bürger würden hier Selbstverständlichkeiten eines gut funktionierenden Gesundheitswesens als integrierte Versorgung verkauft. Dem Patienten werde die freie Arzt- und Apothekenwahl für 30 Euro abgekauft. PZ

Ärzte versenden

Der von schweizerischen Ärzten betriebene Versender „Zur Rose“ hat am Dienstag in Halle den Geschäftsbetrieb aufgenommen. Demnach können rezeptpflichtige und frei verkäufliche Medikamente von Kunden per Anruf, Fax oder Internet bei der Zur-Rose-Versandapotheke bestellt werden. Sie werden dann direkt nach Hause geliefert. Die Belieferung der Zur-Rose-Kunden übernimmt der Logistik-Dienstleister Hermes. Erster Kooperationspartner bei den gesetzlichen Krankenkassen ist die Deutsche Angestellten Krankenkasse. Apotheker haben erhebliche rechtliche Bedenken gegen den Einstieg der Ärzte in den Arzneihandel. dpa

Arzneiausgaben sinken

Auch im November lagen die Arzneimittelausgaben unter dem Wert des Vorjahresmonats. Nach den aktuellen Zahlen der ABDA mussten die Krankenkassen rund 1,85 Milliarden Euro für Medikamente aufwenden. Damit wurden die Ausgaben des Vorjahresmonats um rund 50 Millionen Euro oder 2,8 Prozent unterschritten. In den ersten elf Monaten des Jahres lagen die Arzneiausgaben der Kassen damit bei monatlich 1,643 Milliarden Euro. Im Jahr 2003 waren es noch 1,888 Milliarden Euro, also fast 13 Prozent mehr. Alle KV-Bezirke in Deutschland registrierten in den ersten elf Monaten einen deutlichen Ausgabenrückgang. PZ ´Top

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