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Politikticker - Archiv

01.04.2002  00:00 Uhr
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Politikticker

Patientenquittung

Patienten in Rheinhessen erhalten ab sofort auf Wunsch eine Quittung beim Arzt. Das auf ein Jahr terminierte Modellvorhaben Patientenquittung soll in dem von Abrechnungsbetrug gebeutelten KV-Bezirk Rheinhessen für mehr Transparenz sorgen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Manfred Richter-Reichhelm bezeichnete es als einen wichtigen Schritt, den Patienten Einblicke in die Abrechnung der medizinischen Behandlung zu gewähren. PZ

Wirtschaftlichkeit

In Mecklenburg-Vorpommern wird in den kommenden Wochen die Verschreibungspraxis von 349 niedergelassenen Ärzten überprüft. Damit ist jede siebte Praxis im Land von den Kontrollen betroffen. Die Überprüfungen beziehen sich auf das Jahr 1999, berichtete die "Schweriner Volkszeitung". Die jetzt zur Überprüfung ihrer Ausgaben eingeladenen Ärzte seien Kollegen, deren Überschreitung 1999 zwischen 15 und 25 Prozent betrug, sagte Roland Leibold, Chef des paritätisch mit Ärzte- und Kassenvertretern besetzten Prüfungsausschusses. dpa

Aut idem

Die Aut-idem-Regelung setzt sich in Sachsen-Anhalt langsam durch. Das sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, Burkhard John, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Magdeburg. Nur wenige Ärzte boykottierten die Regelung. "Diese Ärzte können allerdings Probleme bekommen, wenn auffällt, dass sie nur teure Medikamente verordnen", sagte John. Laut John wird die Regelung bisher vor allem bei Routine-Fällen angewendet. Schwieriger sei es bei komplizierteren Fällen. John forderte die Ärzte im Land auf, von vornherein billigere Medikamente zu verordnen. dpa

DRK sucht Blutspender

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sucht verstärkt junge Spender und hat dazu eine Kampagne gestartet. Unter anderem sollen langjährige Blutspender gezielt jüngere Menschen werben, teilte die Organisation am Dienstag in Magdeburg mit. Durch persönliche Gespräche könnten bestehende Ängste am besten abgebaut werden. Junge Blutspender würden dringend benötigt: Rund ein Drittel der regelmäßigen Spender sei über 50 Jahre alt und werde in absehbarer Zeit nicht mehr zu Verfügung stehen. Am gefragtesten sei die Blutgruppe 0 Rhesusfaktor negativ, weil sie im Gegensatz zu anderen Blutgruppen universell einsetzbar sei. dpa ´Top

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