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Pharmazieticker - Archiv

13.12.2004
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Pharmazieticker

Verhütung für den Mann

Forscher suchen neue Wege zur Empfängnisverhütung. Bei Männern wird an der Spermatogenese und an den verschiedenen Stadien der Spermienreifung geforscht bis hin zur Beeinflussung der Motilität der fertigen Samenzelle sowie ihrer Fähigkeit, am Ei zu haften oder seine Außenhülle zu durchdringen. Männer werden voraussichtlich nicht mit einer Pille verhüten können, sondern mit einer Kombination aus Testosteron-Spritze und Gestagen-Implantat. Bis zu Marktreife dürften laut Schätzungen allerdings noch gut drei Jahre ins Land gehen. PZ

Tuberkulosemittel im Test

Ein neues Antibiotikum verspricht die Behandlungszeit von Tuberkulose auf die Hälfte zu reduzieren. Im Versuch mit Mäusen war der Wirkstoff auch bei Tuberkulose-Bakterien wirksam, die gegen herkömmliche Medikamente resistent sind. Ein internationales Forscherteam stellte das unter R207910 bekannte Antibiotikum in der Onlineausgabe des Fachmagazins Science vor. Das Antibiotikum wurde auch an gesunden Menschen getestet und zeigte sich dabei als gut verträglich. Erst die nächsten Testphasen werden jedoch Aufschluss über den Effekt von R207910 auf Tuberkulose-Patienten geben. Seit 40 Jahren ist kein neues Tuberkulose-Mittel entdeckt worden. dpa

Impfstoff gegen Krebs

Heidelberger Krebsforschern scheint die Optimierung einer therapeutischen Tumorimpfung gelungen zu sein. Der Impfstoff besteht aus patienteneigenen Tumorzellen, die mit einem Virus infiziert worden sind. Dazu isolierten die Forscher Krebszellen aus dem frisch operierten Tumor und vermehrten sie in vitro. Die durch Bestrahlung inaktivierten Zellen infizierten sie mit dem für Menschen ungefährlichen Vogelvirus Newcastle Disease Virus (NDV). Die Vakzine wird nach der OP in mehrwöchigen Abständen bis zu fünfmal subkutan gespritzt. PZ Top

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