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Pharmazieticker - Archiv

03.02.2003
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Pharmazieticker

Teriparatid auch für Männer

Das Parathormon-Fragment Teriparatid erhöht die Knochendichte bei Männern und bietet eine Behandlungsoption bei Osteoporose. Zu diesem Ergebnis kommt eine randomisierte Studie mit 437 Männern mit erniedrigter Knochendichte an Wirbelsäule oder Hüfte (Orwoll, E. S., et al., J. Bone Miner. Res. 18 (2003) 9-17). Die Patienten erhielten neben Calcium und Vitamin D intravenös 20 mg oder 40 mg Teriparatid oder Placebo. Nach elf Monaten war die Knochendichte an der Wirbelsäule unter Verum um 5,9 beziehungsweise 9,0 Prozent erhöht. Die Wirkung war unabhängig von Ausgangsknochendichte, Körpergewicht, Alter sowie Rauch- und Trinkverhalten. Bei postmenopausalen Frauen über 65 Jahren erhöhte Teriparatid die Knochendichte an der Wirbelsäule stärker als bei jüngeren Frauen, ohne aber das Risiko für Wirbelkörpereinbrüche zu verringern (Marcus, R., et al., J. Bone Miner. Res. 18 (2003) 18-23). PZ

Fixkombination bei Hypertonie

Für Menschen mit Hypertonie, die mit einer Monotherapie keine ausreichende Blutdrucksenkung erreichen, steht ab sofort eine Fixkombination mit 20 mg Nitrendipin (Calciumantagonist) und 10 mg Enalapril (ACE-Hemmer) zur Verfügung (Eneas®). Neben der Blutdruck senkenden Wirkung komme es zu Synergieeffekten bei der Organprotektion und dem Gefäßschutz, meldet der Hersteller Merck KGaA. Die einmal tägliche Gabe soll die Compliance sicherstellen. PZ

Anämie erhöht Mortalität

Ältere Menschen mit Herzinsuffizienz leiden häufig an einer Anämie, die zugleich unabhängiger Prognosefaktor für eine erhöhte Mortalität ist. Dies ergab eine kanadische Kohortenstudie, die mehr als 12.000 Patienten mit neu diagnostizierter Herzinsuffizienz einschloss (Ezekowitz et al., Circulation 107 (2003) 223-225). Ob die Korrektur der Anämie die Prognose verbessern kann, lässt sich aus der Studie allerdings nicht folgern. PZ Top

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