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Hamburger Asthmastudie ausgezeichnet

08.11.1999  00:00 Uhr

-PharmazieGovi-Verlag

Hamburger Asthmastudie ausgezeichnet

PZ-Artikel

Die Posterpräsentation der Hamburger Asthmastudie der ABDA hat auf dem 28. Symposium der Europäischen Gesellschaft für Klinische Pharmazie (ESCP) in Berlin den Preis der Health Base Foundation erhalten.

Die Health Base Foundation wurde 1990 von öffentlichen Apothekern und praktischen Ärzten in den Niederlanden gegründet. Wesentliches Ziele dieser Non-profit-Organisation ist es, die Pharmakotherapie zu optimieren und die Betreuung der Patienten zu verbessern. Großer Wert wird in diesem Zusammenhang auf die Entwicklung neuer Computersysteme gelegt, die den Datenaustausch zwischen beteiligten Partnern im Gesundheitssystem vereinfachen und die Dokumentation erleichtern.

Die Jury habe den Wert des Beitrags für die Offizinpharmazie erkannt, erklärte der Repräsentant der Jury, Dr. Yechiel Hekster die Auswahlkriterien. Die Pharmazeutische Betreuung setze sich als neues Konzept in verschiedenen Ländern zunehmend durch, bislang gebe es aber leider immer noch zu wenig überzeugende Studien zu diesem Thema. Die Hamburger Asthmastudie zeige den praktischen Wert der Pharmazeutischen Betreuung für die Patienten. Neben den exzellenten Ergebnissen überzeuge die Studie durch das anspruchsvolle Studiendesign und die methodisch fundierte, wissenschaftliche Auswertung. Die Auszeichnung solle zu weiteren Projekten dieser Art ermutigen. Hoffentlich stimuliere der Preis die weitere Implementierung der Pharmazeutische Betreuung, so Hekster.

Der Erfolg der Studie basiere auf der engen und engagierten Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen, sagte Dr. Martin Schulz, Leiter des Zentrums für Arzneimittelinformation und Pharmazeutische Praxis (ZAPP) der ABDA, in seiner Dankesrede. So war die enge Kooperation mit Pulmologen, vor allem mit dem Chefarzt der Allergie- und Asthmaklinik in Bad Lippspringe, Professor Dr. Karl-Christian Bergmann, sowie den Klinischen Psychologen des Zentrums für Rehabilitationsforschung der Universität Bremen, Professor Dr. Franz Petermann und Dr. Stefan Mühlig, sehr fruchtbar. Besonderer Dank gelte den Offizinapothekern in Hamburg, deren Engagement die Studie überhaupt erst ermöglichte.

Dieser Preis werde als Anerkennung und Ermutigung verstanden, die Arbeit auf dem Gebiet der Pharmazeutischen Betreuung mit noch größerer Motivation weiterzuführen, dankte Schulz der Jury. Ziel sei es, erarbeitete Kenntnisse im Apothekenalltag umzusetzen, um Lücken zwischen Wissenschaft und Praxis zu schließen.Top

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