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Weniger Fälle von Missbrauch

24.07.2000  00:00 Uhr

-PharmazieGovi-Verlag

Weniger Fälle von Missbrauch

PZ-Artikel

Die Angst vor einem zunehmenden Missbrauch von starken Opioiden bei steigendem medizinischen Einsatz ist unbegründet. Das ergab eine retrospektive Untersuchung, die Wissenschaftler kürzlich im Wissenschaftsjournal JAMA veröffentlichten.

Um den missbräuchlichen Einsatz starker Analgetika zu bewerten, analysierten sie die Daten, die von 1990 bis 1996 beim Drug Abuse Warning Network eingingen. Das System erfasst fortlaufend von rund 500 amerikanischen Krankenhäusern die Fälle von Drogen- und Medikamentenmissbrauch, die eine Notfallbehandlung nötig machen. In dem Zeitraum stiegen die Missbrauchsfälle um 42,8 Prozent. In allen Studienjahren standen Komplikationen mit Hypnotika, Sedativa, Amphetaminen, Antidepressiva und Antipyschotika an erster Stelle. Den letzten Platz nahmen dagegen mit 3,8 Prozent opioidhaltige Analgetika ein.

Bei der genauen Auswertung der Daten von Fentanyl, Morphin, Hydromorphon, Oxycodon und Pethidin errechneten die Forscher einen Rückgang der Missbrauchsmeldungen um 26,5 Prozent. Und das, obwohl die Zahl der verordneten Opioid-Dosen in dem Zeitraum deutlich anstieg.

Quelle: JAMA, Vol 283 (2000) No. 13, 1710 - 14.Top

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