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Schnellinformationen unterstützen pharmazeutische Beratung

04.09.2000
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-PharmazieGovi-Verlag

Schnellinformationen unterstützen pharmazeutische Beratung

von Renate Nipper, Ewald Nipper, Krefeld und Walter Leven, Meerbusch

Ab dieser Woche finden Sie in der Druckausgabe der PZ jeweils im perforierten Teil Schnellinformationen zu einzelnen Arzneistoffen. Die Seiten sind so gestaltet, dass sich die Texte im Karteikarten-Format heraustrennen lassen.

Der Reihe "Arzneistoff-Dialog" liegt die Idee zu Grunde, die Patientenberatung bei der Rezeptbelieferung oder Selbstmedikation durch standardisierte Schnellinformationen zu unterstützen. Die Grundlage bildet ein Konzept aus wirkstoffbezogenen Texten, die im Stil eines Patientengesprächs – deshalb "Dialog" – gehalten sind und aus Fragen und Antworten bestehen. Die Fragen bilden ein festes Muster. Sie geben den Beratungsinhalten eine klare Struktur und erleichtern den Gesprächseinstieg. Die Antworten folgen kurz und möglichst schematisch und beschränken sich auf wesentliche Aspekte, deren Gültigkeit nahezu alle Anwender betrifft. Hier ist das Fachwissen des Pharmazeuten gefragt, der mit den Stichworten patientengerechte Sätze formuliert.

Der Informationsgehalt der Angaben konzentriert sich auf die Anforderungen in der unmittelbaren Beratungssituation und betrifft auch nur Arzneiformen mit Bedeutung in der ambulanten Therapie. Deshalb erhebt der "Arzneistoff-Dialog" keinen Anspruch auf Vollständigkeit, weder bei speziellen Effekten im Bezug auf einzelne Wirkstoffe, noch bei generellen Eigenschaften wie zum Beispiel dem Einfluss auf das Reaktionsvermögen, Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit sowie einer Kombination mit Alkohol, einer möglichen Suchtgefahr oder einer verminderten Eliminationsfunktion. Angaben hierzu sind der ABDA-Datenbank, den Fachinformationen und Beipackzetteln zu entnehmen, aus denen auch der "Arzneistoff-Dialog" als eine Art Extrakt gewonnen wird.

Die einzelnen Wirkstoffmonographien sind durch das Frage-Antwort-Schema für den Leser leicht verständlich. Auf ein abstraktes Codierungsmuster für bestimmte Sachverhalte (Schwangerschaft, Alkohol, Einnahmezeitpunkt, spezielle Vorsichtsmaßnahmen et cetera) wurde bewusst verzichtet. Das hätte den Text zwar mitunter kompakter, jedoch nicht unbedingt lesbarer gemacht. Hier noch einige ergänzende Erläuterungen:

Monographietitel

Soweit sich die Stoffangaben nur auf bestimmte Arzneiformen beziehen, ist dies unterhalb des Wirkstoffnamens vermerkt. Die aufgelisteten Wirkstoffstärken entsprechen den Kennzeichnungen der Handelsformen. Zu beachten ist, dass hier teilweise bei den Stoffen unterschiedliche Bezugssubstanzen zu Grunde liegen (freie Säuren, Basen, Salze).

Wofür-Wieviel-Wann

Bei der Frage "wofür" ist die Begriffswahl bewusst an der Sprache des Patienten orientiert. Die Dosierungsangaben korrespondieren mit den gelisteten Wirkstoffstärken. Die Kürzel "ED max" und "TD max" stehen für maximale Einzeldosis beziehungsweise maximale Tagesdosis.

Verträglichkeit

Die stichwortartigen Hinweise zur Verträglichkeit sind als Denkanstöße zu verstehen, die die Basis für ein behutsames Patientengespräch bilden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen treten in der Regel als Verstärkung (é) oder Verminderung (ê) von Effekten auf. Um welche Effekte es sich jeweils handelt, wird ausdrücklich in Klammern genannt.

(Warn)Hinweise

(Warn)Hinweise sprechen nur ganz spezielle Aspekte in Verbindung mit dem Arzneimittel an. Es gelten die oben gemachten Einschränkungen hinsichtlich genereller Überlegungen (Schwangerschaft, missbräuchliche Verwendung et cetera), die der Leser bei eingehender Beratung zu berücksichtigen hat.

Für Hinweise, die eine weitere Optimierung der formalen wie inhaltlichen Darstellung bewirken, sind die Autoren jederzeit dankbar.

Verzeichis der Abkürzungen:

AS     =Augensalbe
AT    =Augentropfen
BTA  =Brausetabletten
Btl.    =Beutel
D       =Tag
DA    =Dosieraerosol
Dos.  =Dosis
Drg.   =Dragees
ED    =Einzeldosis
Erw.  =Erwachsene
FTA  =Filmtabletten
h/Std. =Stunde Inh. Inhalat J. Jahre Jgl. Jugendliche Kdr. Kinder KG Körpergewicht Kkdr. =Kleinkinder
Kap.   =Kapseln
Lot.    =Lotio
Lsg.    =Lösung
max    =maximal
NT    =Nasentropfen
Sgl.    =Säuglinge
Supp. =Zäpfchen
Susp. =Suspension
Syst.  =Systemisch
Tbl.   =Tabletten
TD    =Tagesdosis
Tgl.    =täglich
Tro.   =Tropfen
Vag.  =Vaginal
Wo.   =Woche
ZNS  =ZentralnervensystemTop

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