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Studie zum Wirknachweis von Aluminiumchlorat

04.11.1996  00:00 Uhr

-Pharmazie

  Govi-Verlag

Studie zum Wirknachweis von Aluminiumchlorat

  Als Adstringentien werden Mittel bezeichnet, die in Schleimhäuten und Wunden Eiweißfällungen und Gerinnungen hervorrufen, so daß die Gewebe an den behandelten Stellen oberflächlich verdichtet werden. Obwohl Adstringentien seit Jahrhunderten in Form von gerbstoffhaltigen Pflanzen in der Behandlung unterschiedlicher Krankheiten verwendet werden, wurden ihre Wirkmechanismen stets vernachlässigt. Es werden viele Wirkungen, zum Beispiel Entzündungshemmung, antibakterielle und antivirale Effekte diskutiert.

Aluminiumchlorat ist ein Adstringens, das schon seit langem als Mund- und Rachentherapeutikum eingesetzt wird. Bei histologischen Untersuchungen zeigte sich ein zellstabilisierender Effekt. Dermatopharmakokinetische Versuche mit Salicylsäure an der menschlichen Gaumenschleimhaut - mit und ohne Aluminiumchloratbehandlung - zeigten eine Verringerung der Salicylsäurepermeation bei Aluminiumchlorat-behandeltem Gewebe.

Die Acetylcholin- und PGE2-Rezeptoren der glatten Muskulatur des Meerschweinchenmagens konnten bei einer Aluminiumchlorat-Konzentration von 0,096 Prozent reversibel zu 43 Prozent beziehungsweise 57 Prozent gehemmt werden. An Fibroblasten konnte eine Aufnahme von Aluminium nach Aluminiumchloratbehandlung nachgewiesen werden.

Einen ausführlichen Bericht über die Studienergebnisse lesen Sie in der Druckausgabe der Pharmazeutischen Zeitung.

PZ-Artikel von Klaus Quecke    

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