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Schnittstelle zwischen Ambulanz und Station

25.02.2002
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Schnittstelle zwischen Ambulanz und Station

von Thilo Bertsche und Martin Schulz, Eschborn

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA), des Bundesverbandes Krankenhausversorgender Apotheker (BVKA), der Deutschen Gesellschaft für Klinische Pharmazie (DGKPha) und der Arbeitsgemeinschaft Klinische Pharmazie der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) sollen bundesweit alle Projekte von Apothekern zur Schnittstellenbetreuung erhoben werden. Neben den bereits publizierten sollen auch bislang unveröffentlichte Projekte Beachtung finden. Wenn Sie selbst solche Projekte durchführen oder Kollegen kennen, die sich in diesem Bereich engagieren bzw. engagiert haben, freuen wir uns über ihre fachliche Unterstützung.

Die lückenlose Betreuung des Patienten beim Wechsel von Behandlungsebenen, zum Beispiel bei der Entlassung aus dem Krankenhaus und der anschließenden Weiterbehandlung im ambulanten Bereich, stellt eine immer wichtigere Aufgabe dar. Unter anderem soll eine effiziente Nutzung von Ressourcen im Gesundheitssystem gewährleistet werden. Da die medikamentöse Behandlung einen zentralen Bestandteil der meisten Therapien darstellt, sollten sich Apotheker aus Klinik und Offizin gemeinsam dieser sogenannten Schnittstellenbetreuung annehmen. Die meisten Patienten haben eine Stammapotheke. Deswegen können gerade bei der Verknüpfung verschiedener ärztlicher Behandlungen die kooperierenden Apotheker im stationären und ambulanten Bereich - nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Aut-idem-Regelung beziehungsweise das Arzneimittelausgaben-Begrenzungsgesetz (AABG) - eine kontinuierliche und die Compliance fördernde Therapie unterstützen. Zahlreiche Maßnahmen, wie beispielsweise die Einführung von Diagnosis Related Groups (DRG), also Fallpauschalen für den stationären Sektor, fördern bereits jetzt und noch stärker in den nächsten Jahren die ambulante Behandlung von Patienten. Krankenhausaufenthalte werden zu Gunsten der ambulanten Versorgung abnehmen.

Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen haben sich bereits sehr engagiert mit Projekten zur Schnittstellenbetreuung, auch unter dem Begriff "seamless care" oder "shared care" angenommen. Die bundesweit bestehenden oder geplanten Tätigkeiten auf diesem Gebiet sollen im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Bonn unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Jaehde nach fachlich-wissenschaftlichen Kriterien zusammengestellt werden.

Wenn Sie selbst solche Projekte durchführen, Kollegen hierzu kennen oder Ihnen Publikationen zu diesem Thema bekannt sind, insbesondere solche, die in Literaturdatenbanken nicht erfasst sind, freuen wir uns über Ihre fachliche Unterstützung. Bitte wenden Sie sich an Herrn Dr. Thilo Bertsche, Zentrum für Arzneimittelinformation und Pharmazeutische Praxis (ZAPP) der ABDA, Carl-Mannich-Straße 26, 65760 Eschborn, Telefon (0 61 96) 92 81 42 oder 92 81 49, Fax (0 61 96) 92 81 40, E-Mail: t.bertsche@abda.aponet.de oder an Herrn cand. pharm. Marco Warmers, Universität Bonn, Pharmazeutisches Institut, Klinische Pharmazie, An der Immenburg 4, 53121 Bonn. Top

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