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Bundesweites Projekt für Asthmapatienten

26.11.2001  00:00 Uhr

Bundesweites Projekt für Asthmapatienten

von Sandra Himstedt und Martin Schulz, Eschborn

Rund 140 engagierte Apothekerinnen und Apotheker fiel Anfang November der Startschuss für das erste bundesweite Projekt zur Pharmazeutischen Betreuung von Asthmapatienten.

Ein Jahr lang werden Asthma-Patienten von Schleswig-Holstein bis Bayern intensiv betreut, so dass am Ende des Projektes gezeigt werden kann: Pharmazeutische Betreuung ist in der Praxis durchführbar und kann flächendeckend angeboten werden.

Pharmazeutische Betreuung muss gelebt werden, lautete Mitte dieses Jahres der bundesweite Aufruf zur Teilnahme am ersten überregionalen Projekt zur Pharmazeutischen Betreuung von Asthma-Patienten. Bereits in der Hamburger Asthma-Studie (siehe PZ 37/99) konnte belegt werden, dass nur durch die umfassende interdisziplinäre Kooperation zwischen Arzt und Apotheker und die aktive Einbindung des Patienten dessen Lebensqualität verbessert und seine Therapie optimiert werden kann. Gerade in Zeiten geplanten Umstrukturierungen im Gesundheitswesen ist es dringend notwendig, einen noch überzeugenderen und repräsentativeren Beweis für die Wirksamkeit der Pharmazeutischen Betreuung zu liefern. Nur auf diesem Weg lässt sich zeigen, dass Disease-Management-Programme nicht ohne die Apothekerschaft stattfinden können.

Die bisher gesammelten Erfahrungen haben dabei geholfen, dieses praxisorientierte Projekt zu entwickeln. Neben der kontinuierlichen Dokumentation der Medikation der Patienten bieten die Apotheken den Asthma-Patienten die Möglichkeit, in individuellen Beratungsgesprächen ihre Inhalationstechnik zu üben, mehr über ihre Erkrankung und ihre Medikation zu erfahren und Instrumente zum Selbstmanagement kennen zu lernen. Rund 140 Apotheken im gesamten Bundesgebiet haben bereits mit der Patientenrekrutierung begonnen. Erste Beratungsgespräche wurden erfolgreich geführt.

Am Projekt interessierte Apothekerinnen und Apotheker, die bereits die Asthma-Fortbildung einer Kammer absolviert haben, oder in nächster Zeit absolvieren werden, haben noch bis Ende November die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Interessenten können sich an Frau Sandra Himstedt vom Zentrum für Arzneimittelinformation und Pharmazeutische Praxis (ZAPP) der ABDA in Eschborn wenden - Telefon (06196) 92 81 28, E-Mail: s.himstedt@abda.aponet.de. Top

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