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Medizinticker - Archiv

14.07.2003
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Medizinticker

Optimale Hörgeräte-Diagnostik

Mit einem neuartigen Diagnoseinstrument können Hörgeräte optimal auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt werden. Dies ermöglichen die so genannten Oldenburger Messprogramme, die das Oldenburger Kompetenzzentrum für die Medizintechnik "HörTech" mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt hat. Für das neue Testsystem werden verschiedene audiologische Diagnoseverfahren zusammengeführt, um schneller und sicherer das richtige Hörgerät empfehlen zu können. Ein solches Instrument, das die modernsten audiologischen Messverfahren integriert, sei derzeit weltweit konkurrenzlos, meldet das BMBF. Bislang erhalten schwerhörige Menschen oft die falschen Geräte. Nach Schätzungen benutzt deswegen in Deutschland nur jeder zweite der 2,5 Millionen Besitzer sein Hörgerät. PZ

GABA beeinflusst Schmerzschwelle

Die Schmerzschwelle von Ratten lässt sich manipulieren, indem man die Spiegel des Neurotransmitters GABA verändert. Luc Jasmin von der University of California und seine Mitarbeiter haben dafür eine bestimmte Region des rostralen agranulären Cortex bei den Nagetieren untersucht, dessen Aktivität durch Schmerzreize stimuliert wird. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature (Band 424, Seite 316 bis 320). Indem die Forscher die GABA-Spiegel veränderten, konnten sie die Schmerzempfindlichkeit der Ratten beeinflussen. Sie vermuten, dass die entdeckte Wirkung zu einem Prozess gehört, der der eigentlicher Schmerzperzeption vorgeschaltet ist. Vielleicht fungiert der Cortex als Regler, der die Schmerzschwelle kontrolliert, so die Wissenschaftler. PZ

Forschung für krebskranke Kinder

Die Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder lässt in Frankfurt am Main ein 4,5 Millionen teures Forschungshaus errichten. Ab Oktober 2004 soll es eigenen Wissenschaftlern sowie Ärzten und Forschern der dortigen Kinderklinik am Universitätsklinikum zur Verfügung stehen. Möglich wurde der Bau durch das Vermächtnis von Dr. Petra Joh, die 1999 mit 32 Jahren an Krebs starb, und noch zu Lebzeiten ihr Vermögen der Frankfurter Stiftung für krebskranke Kinder zur Verfügung überschrieb. Die Forschung im Dr.-Petra-Joh-Haus soll Diagnostik und Therapie krebskranker Kinder verbessern. Ein Schwerpunkt wird die zelluläre Immuntherapie sein. PZ Top

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