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Brustkrebs auch durch Passivrauchen

28.08.2000
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-MedizinGovi-Verlag

Brustkrebs auch durch Passivrauchen

PZ-Artikel

Das Risiko für Brustkrebs ist im Vergleich zu Nichtraucherinnen bei Frauen vor den Wechseljahren mehr als doppelt so hoch, wenn sie rauchen oder regelmäßig Zigarettenrauch ausgesetzt sind. Das meldet das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg und bezieht sich auf eine Studie kanadischer Wissenschaftler. Der Unterschied war bei Frauen nach den Wechseljahren nicht mehr so stark ausgeprägt. Für die Zeit vor den Wechseljahren war Passivrauchen in der Kindheit entscheidend. Frauen, die sowohl als Kind als auch als Erwachsenen durch Passivrauch belastet wurden, waren stärker gefährdet als Frauen, die nur als Erwachsene Zigarettenrauch ausgesetzt waren. Nichtraucherinnen hatten ein zunehmendes Risiko, je länger sie dem Rauch ausgesetzt waren. Für Raucherinnen ergab sich kein solcher Zusammenhang. Trotzdem halten die Wissenschaftler die Korrelation für plausibel, da bereits Tabakrauch-spezifische Mutagene in der Brustflüssigkeit nicht stidllender Frauen nachgewiesen wurden. Zudem hatten andere Studien Nikotin in der Brustflüssigkeit in höheren Konzentrationen festgestellt als im Plasma. Auch genetisch bedingte Anfälligkeiten oder hormonelle Effekte könnten das Brustkrebsrisiko zusätzlich erhöhen. Denn aktives Rauchen senkt den Estrogenspiegel. "

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