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Risikofaktoren sind weit verbreitet

14.05.2001
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SCHLAGANFALL

Risikofaktoren sind weit verbreitet

PZ  Mehr als 150. 000 Bundesbürger haben sich in den vergangenen Monaten auf ihr Risiko, an einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder an einem Gefäßverschluss zu erkranken, testen lassen. 

Zwischenergebnis der bundesweiten Aufklärungsaktion: Die Risikofaktoren für die Erkrankungen sind in der Bevölkerung weit verbreitet, die akuten Warnzeichen für ein drohendes Ereignis aber nur sehr wenigen Menschen bekannt. Das meldet die Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich des "Tags gegen den Schlaganfall" am 10. Mai.

Der Test ist Teil der bisher größten deutschen Aufklärungskampagne zu diesem Thema. Unter dem Slogan "Arterien - alles im Fluss?" informieren die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, die Barmer und Sanofi-Synthelabo seit Beginn der Kampagne zum Thema Schlaganfall, Herzinfarkt und arterielle Verschlusskrankheiten. Unterstützt wird die Aktion von der ABDA, der Bundesärztekammer und den Deutschen Gesellschaften für Neurologie, Kardiologie und Angiologie (siehe auch PZ 36/2000, Seite 58). Im Zentrum der Kampagne steht ein Fragebogen, der in zweistelliger Millionenauflage bundesweit gestreut wird. Jeder hat dabei die Möglichkeit, sein persönliches Risikoprofil erstellen zu lassen. Es zeigt persönlicher Gefährdungspotenziale auf und gibt Hinweise zur Vorsorge.

Besonders groß ist die Zahl der Internetnutzer, die am Test über www.arterie.com teilgenommen haben. "Obwohl die Zielgruppe älter ist als der durchschnittliche Internetnutzer, haben 48,3 Prozent der Testteilnehmer diesen Weg gewählt, darunter auch erstaunlich viele ältere Mitbürger", teilen die Organisatoren der Kampagne mit. Die hohen Raten seien eine völlig überraschende Nebenerkenntnis der Kampagne: "Die hohe Nutzungsfrequenz durch die ältere Zielgruppe deutet auf große bisher noch nicht genutzte Potenziale, über die das Internet in der Prävention von Erkrankungen verfügt."

Bis zum Ende der Kampagne im September 2001 sollen ein neuer Fernseh-Werbespot und neue Plakate zum Einsatz kommen. Der Fragebogen ist erhältlich unter der Telefonnummer (08 00) 33 02 22 2, als Faxabruf unter (01 80) 50 45 50 4 und im Internet unter www.arterie.com.

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