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Ins Land von Don Camillo und Peppone

25.03.2002
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PHARMACON MERAN 2002

Ins Land von Don Camillo und Peppone

von Bernd Theimann, Eschborn

Meran, eine Stadt mit großer historischer Vergangenheit und im Mittelalter die Hauptstadt Tirols, erwartet sie wieder: die Apothekerinnen und Apotheker, die vom 26. bis 31. Mai am Internationalen Fortbildungskurs der Bundesapothekerkammer teilnehmen werden. Der diesjährige Kurs ist zugleich eine Jubiläumsveranstaltung. Er findet zum 40. Male in Meran statt. Neben dem wissenschaftlichen Schwerpunktthema "Fettstoffwechselstörungen" lockt ein facettenreiches Rahmenprogramm.

Die mittelalterliche Stadt Mantua ist Ziel einer Tagesfahrt am Donnerstag, 30. Mai. Shakespeare entsandte Romeo nach Mantua, Giuseppe Verdi wählte die Stadt zum Schauplatz für seinen Rigoletto. Die Stadt, im südlichsten Teil der Lombardei inmitten der Poebene, liegt eingebettet in eine romantische Seenlandschaft. Don Camillo und sein Gegenspieler Peppone trugen hier ihre legendären Streitigkeiten aus.

Das "Versailles" von Mantua

Mantua, Stadt der Etrusker, Römer, Langobarden und Karolinger, zieht den Besucher in ihren Bann. Die Stadt bietet nur Sehenswürdigkeiten und Kunst von höchster Qualität: Pisanello, Rubens und Tizian prägten die Kunstgeschichte mit ihren weltberühmten Werken.

Aus der Zeit der Familie Gonzaga, die in der lombardischen Stadt 400 Jahre (vom 14. bis 18. Jahrhundert) herrschte, stammt der Palazzo Ducale, der mit fast 500 Räumen die Größe von Versailles erreicht und als der prächtigste Bau Mantuas gilt. Zu dem lang gestreckten Bau gehören das Castello San Giorgio - ein Kastell aus dem 14. Jahrhundert, eine Hofkirche und der eigentliche Palast. Im Inneren sind herrliche Kunstschätze zu bewundern, darunter ein unvollendeter Freskenzyklus von Pisanello aus dem 15. Jahrhundert mit Szenen aus der Artus-Legende sowie ein großes Porträt der herzoglichen Familie von Rubens aus dem 17. Jahrhundert. Höhepunkt der Tagesfahrt ist eine kunsthistorischen Führung durch den Palazzo.

Der Mann aus dem Eis

In den Schweizer Alpen wird im Jahre 1991 eine der sensationellsten Entdeckungen gemacht. Ein Bergsteigerehepaar entdeckt eine Gletschermumie, die einzigartig erhalten ist. Erstmals können in der Geschichte der Medizin und Archäologie detaillierte Untersuchungen durch Analyse und Gewebeproben an einem Menschen durchgeführt werden, die die Bestimmung des Alters ermöglichen: Der Mann aus dem Eis lebte vor über 5300 Jahren. Die Unversehrtheit und Vollständigkeit dieses Fundes erlaubten es, das Schicksal eines Individuums in all seinen physischen und kulturellen Zusammenhängen zu durchleuchten. Belege dafür sind die zahlreichen Funde wie Bekleidungsteile aus Leder und Fell und Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel ein Kupferbeil.

"Ötzi" ist der Star beim Ausflug nach Bozen ins Archäologiemuseum am Donnerstag, 30. Mai. Nach einer Führung geht es weiter zu Schloss Runkelstein. Das Schloss, das nach einigen Jahren Restaurierung wieder eröffnet wurde, erhebt sich auf einem Felsen zum Eingang des Sarntales. Ein wertvoller Freskenzyklus beschreibt hier das Leben der Ritter am Hof und bei der Jagd, die Leidenschaften zwischen Ritter und Hofdame sowie viele Szenen aus der Literatur jener Zeit. Wie jedes Jahr, präsentieren junge Preisträger des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert" im Kurhaus Meran ihr Können.

Deutschlands Jazzsänger Nr.1

Der Donnerstagabend ist dem ebenfalls schon Tradition gewordenen Jazz gewidmet. In Hannover fing es an: Der deutsche Jazz-Sänger Peter Petrell wurde im Jahre 1958 vom Jazz gepackt. Er begann mit Skifflemusik, dann Gospel, Blues, Swing und Dixielandjazz. 1960 war er mit der "Johnny's New Orleans Jazzband" unterwegs, unter anderem in Hamburg, Frankfurt, Berlin, Zürich und Basel. Im Gepäck immer eine Flüstertüte und laute Stimme, weil Anlagen und Verstärker damals Fremdworte für Jazzer waren. Alles war "live". 32 Jahre lang sang Peter Petrell in vielen Clubs und Shows, im Rundfunk und Fernsehen. 1968 wurde er zum besten Jazzsänger in Deutschland gekürt. Seit 1970 gehört er dem Profilager an. Seit fast zehn Jahren ist er mit einer eigenen Jazz - Formation auf vielen großen Festivals mit swingenden Jazzstandards zu finden. Soulige Balladen finden sich bei ihm ebenso wie rockige Jazztitel. Der Jazzsänger, der zusammen mit der Formation "Sir-Gusche-Band" von der deutschen Phonoakademie einen Schallplattenpreis erhielt, wird am Donnerstagabend begleitet vom Volker Klimmer Jazz-Quintett.

Service der Meraner Kurverwaltung

Ausschließlich für die Kongressteilnehmer entwickelte die Kurverwaltung Meran ein Vorteilsscheckheft, das bereits in den letzten zwei Jahren gut angenommen wurde. Das Angebot wurde in diesem Jahr ausgeweitet und beinhaltet neben Preisnachlässen in einer Reihe von Geschäften (Weine, Lederwaren, Schmuck, Bekleidung) weitere Vergünstigungen, zum Beispiel beim Besuch von Kurkonzerten und Museen, bei der Nutzung von Freizeitsportanlagen und -geräten, aber auch beim Reiten, Paragleiten oder auf dem Sessellift. Top

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