Pharmazeutische Zeitung online

Verantwortung und Engagement

10.09.2001  00:00 Uhr

Verantwortung und Engagement

 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist wieder soweit: Vom 13. bis 15. September 2001 finden wir uns auf dem Deutschen Apothekertag in München zusammen, um gemeinsam Signale für die Zukunft zu setzen. Der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Dr. Klaus Theo Schröder, und der Bayerische Staatsminister für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz, Eberhard Sinner, als Vertreter des gastgebenden Landes, werden bei der Eröffnungsveranstaltung sprechen.

Der Deutsche Apothekertag bedeutet für alle Delegierten die Herausforderung, basisorientiert an den zukunftspolitischen Projekten unseres Berufsstandes verantwortungsvoll mitzuarbeiten. Nicht nur verbandsintern, sondern vor den Augen der Öffentlichkeit werden wir über die Bedingungen einer patientenorientierten Arzneimittelversorgung diskutieren. Dabei sollen sowohl die politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen angesprochen werden wie auch die Leistungen, die jeder von uns selbst erbringt - in der Berufspolitik und in unseren Apotheken.

Es ist unsere unabhängige fachliche Kompetenz, die uns auszeichnet und die die Grundlage unseres Berufes ist. Sie zu sichern, zu verbessern und an unseren Nachwuchs weiterzugeben, ist unsere Verpflichtung. Apothekerin oder Apotheker zu sein, beinhaltet ein großes Maß an Verantwortung, eine sichere, effiziente und patientennahe Arzneimittelversorgung sicherzustellen. Das bedeutet, dass wir in unseren Apotheken patientenorientiert arbeiten und uns dafür auch in der Politik engagieren müssen. Konkret heißt das: Wir müssen klar benennen, warum beispielsweise Versandhandel oder eine Vermischung von Krankenhausapotheke und öffentlicher Apotheke der falsche Weg sind. Denn Arzneimittelversorgung in der Apotheke und bei politischen Entscheidungen muss immer mit dem gleichen Maß gemessen werden: Sie muss sicher, effizient und patientennah sein.

Aus dem Blickwinkel der europäischen Entwicklung werden wir die zeitgerechte Arzneimitteldistribution diskutieren. Wir werden die Bedeutung der Informationsgesellschaft und des Internets für die Apotheke aufzeigen, den Einfluss europäischer Entwicklungen auf das deutsche Gesundheitswesen erörtern und pharmazeutische Dienstleistungen darstellen. Es geht um die ständige Arbeit an unserer Arzneimittelversorgung, die sicher, effizient und patientennah ist und auch bleiben soll. Das darf keine Momentaufnahme sein, sondern muss ein lebendiger Prozess bleiben, den wir zusammen mit den Patienten und unseren Marktpartnern - der Industrie und dem Großhandel, Ärzten und Krankenkassen sowie allen anderen Beteiligten - gestalten. Das ist unser Auftrag auf diesem Deutschen Apothekertag 2001 in München und unser gemeinsames Ziel in den kommenden Wochen und Monaten, im Bundestagswahlkampf 2002 und danach.

Ich würde mich freuen, wenn ich neben den Delegierten viele weitere Kolleginnen und Kollegen bei der Eröffnungsveranstaltung und bei der Hauptversammlung in München begrüßen könnte.

Ihr

Hans-Günter Friese
Präsident der ABDA - Bundesvereinigung
Deutscher Apothekerverbände
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