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Kostenloses Medizinjournal ist online

27.10.2003  00:00 Uhr

Kostenloses Medizinjournal ist online

von Christina Hohmann, Bonn

Zur Reihe von medizinischen Fachzeitschriften ist ein neues Onlinejournal, das „German Medical Science“, hinzugekommen. Das Besondere: Es ist sowohl für die Leser als auch für die Autoren kostenlos.

Als Reaktion auf die immensen Preissteigerungen im Markt der Wissenschaftszeitschriften rief die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) das interdisziplinäre kostenlose Journal „German Medical Science“ ins Leben. Es veröffentlicht – ausschließlich online – Original- und Übersichtsarbeiten aller Fachrichtungen der Medizin. Für die Qualität der Beiträge sorgt ein Editorial Board und ein strenges Begutachtungsverfahren. Die Publikation ist für die Autoren kostenlos. Zudem behalten sie sämtliche Rechte zur weiteren Veröffentlichung ihrer Arbeiten.

Schnell im Netz

Durch die Online-Publikation soll der Zeitraum zwischen Einreichen und Veröffentlichung einer Arbeit im Vergleich zum Druck deutlich verkürzt werden – ein Beitrag soll nach spätestens sechs Wochen weltweit im Netz zu lesen sein. Das soll den Wissenstransfer beschleunigen. Ein weiteres Anliegen der Initiatoren ist, die bisher geringe Wahrnehmung deutscher Fachzeitschriften weltweit zu verbessern. Das Journal ist in die nationalen und internationalen Referenz-Datenbanken wie Medline oder EMBASE integriert. Daher werden die Arbeiten vorwiegend in Englisch veröffentlicht, deutsche Beiträge benötigen einen ausführlichen englischen Abstract.

Neben der Veröffentlichung von Originalarbeiten wird die Website in Kürze noch zwei weitere Ebenen beinhalten: Zum einen bietet das „German Medical Science“ Fachgesellschaften und Organisationen die Möglichkeit, auf diesem Weg ihre eigenen Journals zu veröffentlichen. Zum anderen soll eine Kommunikationsplattform für Wissenschaftler eingerichtet werden, auf der Tagungen angekündigt und Mitteilungen sowie Kongressberichte veröffentlicht werden können.

Das Editorial Board des „German Medical Science“ sowie die Experten für das Begutachtungsverfahren stammen aus den Reihen der AWMF. Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZBMed) ist für die redaktionelle Arbeit verantwortlich und das Deutsche Institut für Medizinische Dokumente und Information (DIMDI) übernimmt die technische Realisation sowie die Archivierung der Arbeiten.

 

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