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Ovarialkarzinom: PARP-Hemmer zum Dritten

 

Die Substanzklasse von PARP-Hemmern zur Behandlung von Frauen mit einem Ovarialkarzinom füllt sich. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat empfohlen, auch dem Wirkstoff Rucaparib (Rubraca®) eine Zulassung zu erteilen. Es wäre nach Olaparib (Lynparza™) und Niraparib (Zejula®) der dritte Inhibitor der PARP-Enzyme 1 und 2. Das Kürzel steht für Poly-(ADP-Ribose-)Polymerase. Diese Enzy­me tragen zur DNA-Reparatur von Zellen bei. Die Enzymhem­mung und eine vermehrte Bildung von PARP-DNA-Komplexen führen letztlich zu DNA-Schäden, Apoptose und Zelltod.

 

Rubraca kann oral von den Patientinnen eingenommen werden. Dafür soll es Filmtabletten in den Dosen 200, 250 und 300 mg geben. Zu den häufigsten beobachteten Nebenwirkungen zählen Fatigue, Übelkeit und Durchfall sowie Anämie, Appetitlosigkeit und Anämie. (ss)

 

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Wirkstoffprofil Olaparib|Lynparza|86|2015 und Niraparib|Zejula®|86|2017 in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe

 

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23.03.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Sebastian Kaulitzki