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Angedrohte Pharmazölle
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»In diesem Konflikt gibt es keine Gewinner«

Wie hoch die US-Zölle auf welche Produkte aus welchen Ländern sind, ist in diesen Tagen gar nicht so einfach auseinanderzuhalten. Teilweise werden sie ausgesetzt, teils neu angedroht, so auch für Pharmaprodukte. In dem Konflikt gebe es keine Gewinner, warnt Pharma Deutschland. Es brauche eine Doppelstrategie. 
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 10.04.2025  16:04 Uhr

EU behält sich Gegenmaßnahmen vor

Die EU-Staaten hatten bereits Gegenzölle für US-Importe auf den Weg gebracht. Sie sollten in der kommenden Woche beziehungsweise im Mai in Kraft treten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte heute allerdings ein Aussetzen für 90 Tage an. »Wir wollen Verhandlungen eine Chance geben«, begründete sie. Wenn die Verhandlungen »nicht zufriedenstellend« verliefen, träten die Gegenmaßnahmen in Kraft.

Nach großen Turbulenzen und Kursrutschen an den  Finanzmärkten hatte Trump gestern angekündigt, die von den USA verhängten Zölle teils auszusetzen. Daraufhin schnellten die Kurse wieder nach oben. Während der »Pause« gelte ein universeller Zollsatz von 10 Prozent, so Trump. Einzige Ausnahme ist China; Trump erhöhte den Einfuhrzoll für Produkte aus der Volksrepublik auf 125 Prozent. China seinerseits reagierte mit Vergeltungszöllen in Höhe von 84 Prozent auf US-Güter – und unter anderem mit der Ankündigung, weniger Filme aus den USA zu importieren.

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