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Pharmaindustrie
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Immer weniger Patente aus Deutschland

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Zusammenarbeit mit dem »Handelsblatt« zeigt, dass die Patentanmeldungen in Deutschland immer mehr zurückgehen. China holt dagegen stark auf. 
AutorKontaktPZ
Datum 24.03.2025  15:50 Uhr

Die Pharmaindustrie in Deutschland verzeichnet einen kontinuierlichen Rückgang bei den Patentanmeldungen: Während im Jahr 2000 noch 1436 internationale Pharmapatente aus Deutschland eingereicht wurden, sank die Zahl bis 2021 auf nur noch 849. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die in einer exklusiven Zusammenarbeit mit dem »Handelsblatt« erfolgte.

Im Gegensatz dazu hat laut Studie China erheblich aufgeholt: Während das Land im Jahr 2000 international in der Pharmapatentierung nahezu keine Rolle spielte, hat es sich inzwischen auf den zweiten Platz hinter den USA vorgearbeitet, wie das »Handelsblatt« berichtet. Seit 2022 kommt fast jede zweite Patentanmeldung aus China.

»Deutschland riskiert, den Anschluss in Forschung und Entwicklung zu verlieren«, warnt Jasmina Kirchhoff vom IW, eine der Autorinnen der Studie.

Innovationen im Kampf gegen Krebs 

Bei den Innovationen im Kampf gegen Krebs ist Deutschland laut Europäischem Patentamt führend bei den Patentanmeldungen. Dem Bericht des Patentamts zufolge sind die USA bei Innovationen zu Krebs weltweit vorne: Rund 46 Prozent aller zwischen 2002 und 2021 dazu zum Patent angemeldeten Erfindungen entfallen auf amerikanische Firmen.

In Europa liegt das Vereinigte Königreich auf dem zweiten Platz hinter Deutschland und vor Frankreich und der Schweiz.

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