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Humanes Papillomavirus
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HPV-Impfung mit weniger Schwangerschaftskomplikationen assoziiert

Erstgebärende, die sich vor ihrer Schwangerschaft gegen Humane Papillomaviren (HPV) impfen ließen, hatten seltener Frühgeburten oder andere ungünstige Schwangerschafts- und Geburtsverläufe. Darauf deutet eine Beobachtungsstudie aus Schweden hin.
AutorKontaktLina Müller
Datum 16.10.2026  11:05 Uhr

»Die vierwertige HPV-Impfung vor der Schwangerschaft war mit einem geringeren Risiko für unerwünschte Schwangerschaftsausgänge verbunden.« Das berichten Forschende um Zhongsong Zhang vom Karolinska-Institut in Stockholm, Schweden, in einer Publikation im Fachjournal »The BMJ«. Am stärksten war der Zusammenhang mit der Impfung für besonders frühe Frühgeburten zwischen der 28. und 31. Schwangerschaftswoche (SSW). Auch der Zeitpunkt der Impfung war relevant: Frauen, die vor ihrem 17. Lebensjahr geimpft wurden, hatten ein besonders stark gesenktes Risiko.

In der Beobachtungsstudie aus Schweden analysierten die Forschenden über 600.000 Einlingsgeburten zwischen 2006 und 2023 von erstgebärenden Frauen und das Auftreten von Schwangerschaftskomplikationen in Bezug auf den Impfstatus der Frauen. 14,8 Prozent von ihnen hatten vor ihrer Schwangerschaft eine vierwertige HPV-Impfung erhalten – eine Impfung gegen vier unterschiedlichen HPV-Virustypen.

Abgesehen von dem niedrigen Risiko für Frühgeburten vor der 31. SSW hatten HPV-geimpfte Schwangere weniger Frühgeburten insgesamt, spontane Frühgeburten und vorzeitige Blasensprünge als ungeimpfte. Zusätzlich analysierten die Forschenden Wachstumsverzögerungen, Totgeburten und Neugeborenensterblichkeit. Auch hier zeigte sich ein statistischer Zusammenhang zugunsten der geimpften Frauen.

Mögliche Mechanismen hinter dem Zusammenhang

Die Autoren schreiben, dass auch andere Studien ähnliche Hinweise liefern: »Epidemiologische Belege stützen zunehmend einen Zusammenhang zwischen einer HPV-Infektion der Mutter und ungünstigen Schwangerschaftsausgängen.« Für diese Beobachtungen diskutieren sie zwei mögliche Erklärungen: Zum einen könne es einen direkten Effekt durch die Prävention einer HPV-Infektion geben. Zum anderen sei ein indirekter Effekt denkbar – durch weniger Eingriffe, die aufgrund einer HPV-Infektion erfolgen.

Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt liefert sie keine kausalen Zusammenhänge. Dennoch deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die HPV-Impfung im Hinblick auf den Schwangerschaftsverlauf nicht nur sicher ist, sondern sogar Vorteile biete, so die Forschenden. Der Nutzen der Impfung könne über die Krebsprävention hinausgehen. 

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