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HIV-Mittel
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Heumann und Ratiopharm wollen zeitnah liefern

Sehr kurzfristig wollen Ratiopharm und Heumann größere Mengen ihrer Emtricitabin/Tenofovir-haltigen Arzneimittel bereitstellen. Das teilte jetzt das BfArM mit. Es rechnet bereits in wenigen Tagen mit einer deutlichen Stabilisierung der Versorgungslage. Die Medikamente werden sowohl zur Therapie als auch zur Prophylaxe einer HIV-Infektion (PrEP) benötigt.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 01.02.2024  12:30 Uhr

Nachfrage ungebrochen hoch

Das BfArM sieht nun die »die etablierten Strukturen im Lieferengpassmanagement« als erfolgreich an. Durch einen engmaschigen Austausch mit Zulassungsinhabern, dem Bundesgesundheitsministerium und den Fachgesellschaften konnten so akute Lieferengpässe rasch und erfolgreich abgemildert werden. Das »rasch« würden die versorgenden Apotheken und Arztpraxen sowie die betroffenen Personen wohl nicht unterschreiben.

Der Kölner Apotheker Dirk Vongehr, Inhaber einer auf HIV spezialisierten Apotheke, mag der guten Nachricht indes noch nicht trauen. Er habe gerade einen Anruf von Ratiopharm bekommen. Die angekündigten Mengen reichten vielleicht für Köln, aber nicht für ganz Deutschland. Allein seine Apotheke gebe normalerweise rund 100 Packungen im Monat ab. »Die bislang angekündigten Mengen sind weit davon entfernt, für die nächsten drei Monate zu halten«, kommentierte Vongehr gegenüber der PZ. Heumann habe als Liefertermin immer noch März angegeben. Es gebe dutzende Nachfragen aus ganz Deutschland in den letzten Tagen.

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