Der nicht an der Studie beteiligte Kardiologe Professor Dr. Stefan Frantz vom Universitätsklinikum Würzburg hält die Resultate der Studie für realistisch. In eigenen Auswertungen des vergangenen Jahres habe die Sterblichkeit bei stationären Patienten mit akuter Herzschwäche sogar bei 25 Prozent gelegen, und 66 Prozent seien erneut ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Dies zeige, dass eine akute Herzinsuffizienz ein Anzeichen dafür sei, dass der Patient vulnerabler sei und das Herz instabiler. »Das bedeutet, dass wir gerade in dieser sensiblen Phase besonders aufpassen müssen«, so Frantz, der dem wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung angehört.
»Unsere aktuellen Leitlinien empfehlen deshalb auch, dass Patienten ein bis zwei Wochen nach Entlassung aus dem Krankenhaus noch einmal nachuntersucht werden sollen, um zu sehen, ob der Patient wieder stabil ist und die Medikation auch gut verträgt.«