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Apothekenprotest 
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HAV ruft zur Beteiligung auf

Der Hessische Apothekerverband (HAV) ruft zur Beteiligung bei den bundesweiten Apothekenprotesten am 23. März auf. Laut einer internen Abfrage des Verbands werden sich viele Apotheken in Hessen daran beteiligen. Dies teilte der Verband heute in einer Pressemitteilung mit.  
AutorKontaktPZ
Datum 03.03.2026  14:16 Uhr

Zahlreiche Apothekenbetriebe planen laut dem Verband am 23. März eine Schließung, während andere den Protest – trotz organisatorischer Bindungen und Versorgungsaufgaben – vor Ort sichtbar unterstützen werden. Auf Nachfrage der PZ, wie viele Apotheken diesmal genau dabei sein werden, teilte der Pressesprecher des Verbands mit, dass die Auswertung noch läuft.

Die Proteste wurden vergangene Woche von der ABDA-Mitgliederversammlung beschlossen. Geplant sind bislang Apothekenschließungen und Aktionen in Berlin, München, Hannover und Düsseldorf. Im Mittelpunkt des Protestes stehen unter anderem zwei »dringend notwendige wirtschaftliche Maßnahmen«: die Anpassung des Apothekenhonorars sowie eine Regelung, die Skonti im Großhandel wieder rechtssicher ermöglicht. Beides seien zentrale Stellschrauben, um die wirtschaftliche Stabilisierung der Apotheken kurzfristig abzusichern und damit die Arzneimittelversorgung flächendeckend zu erhalten. So der Verband. Die Erhöhung des Fixums ist im Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) nicht vorgesehen. Die Apothekenreform wurde vergangene Woche in erster Lesung im Bundestag besprochen, wo die Gesundheitsministerin Nina Warken erneut die Erhöhung versprach. 

»Der Protest richtet sich nicht gegen Patientinnen und Patienten – er ist ein Warnsignal an die Politik«, sagt Holger Seyfarth, Vorsitzender des hessischen Verbands. »Wir erwarten jetzt konkrete und schnelle Entscheidungen: eine sofort wirksame, zumindest minimale Honorar-Anpassung und eine rechtssichere Skonto-Regelung, die in der Praxis funktioniert. Viele Apotheken stehen mit dem Rücken zur Wand. Wenn hier nicht kurzfristig gehandelt wird, werden weitere Standorte wirtschaftlich nicht durchhalten – mit spürbaren Folgen für die Versorgung.«

Der Hessische Apothekerverband betont: »Apotheken leisten täglich unverzichtbare Arbeit – von der Akutversorgung über die Arzneimittelsicherheit bis zur kompetenten pharmazeutischen Betreuung.« Der Protesttag mache sichtbar, dass die Belastungsgrenze erreicht sei und dass Entscheidungen benötigt seien, die in der Praxis ankommen.

»Der Protest soll die laufenden politischen Prozesse unterstützen und beschleunigen«, so die Pressemitteilung. »Der Verband fordert, dass die notwendigen Maßnahmen zügig, rechtssicher und ohne weitere Verzögerungen umgesetzt werden und dass sie nicht durch langwierige Abstimmungs- und Umsetzungsverfahren faktisch hinausgeschoben werden.«

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