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Baden-Württemberg
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Hagel: »Wieder mehr Arzneimittel im Land herstellen«

Immer wieder sind in Deutschland bestimmte Medikamente nur schwer lieferbar. CDU-Landeschef Manuel Hagel will das nicht hinnehmen und deswegen die heimische Produktion ankurbeln.
AutorKontaktdpa
Datum 23.01.2026  10:26 Uhr

Vor allem in den Wintermonaten können bestimmte Medikamente hierzulande knapp werden. Dagegen will die CDU in Baden-Württemberg vorgehen. »Ziel ist es, dass insbesondere auch wieder mehr Arzneimittel bei uns im Land hergestellt werden – es ist schlicht inakzeptabel, wenn Eltern vergeblich nach Fiebersaft für ihre Kinder suchen«, sagte CDU-Landeschef Manuel Hagel der Deutschen Presse-Agentur. Medikamente wie Fiebersäfte, Antibiotika oder wichtige Wirkstoffe müssten dauerhaft verlässlich in Baden-Württemberg produziert werden und verfügbar sein, so Hagel.

Gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen will die CDU im Falle eines Wahlsiegs bei der Landtagswahl die Chemie- und Pharmaindustrie, die im Südwesten stark vertreten ist, stärken. Dafür wolle man sich unter anderem gemeinsam für niedrigere Energiekosten für die Unternehmen einsetzen, heißt es im Entwurf eines Positionspapiers, das die Partei am Freitag bei einer Klausur im Kloster Schöntal (Hohenlohekreis) beschließen will.

In Deutschland kommt es immer wieder zu Arznei-Engpässen, etwa bei Schmerz- und Diabetesmitteln oder Antibiotika. 2022 wurden etwa Paracetamol-Fiebersäfte für Kinder knapp. Häufig sind Produktionsprobleme der Auslöser. Ein Risikofaktor ist auch, wenn es für Wirkstoffe oder Zwischenprodukte nur wenige Hersteller gibt. Viele davon produzieren in Asien. Die Pharmabranche macht unter anderem den Kostendruck der Politik dafür mitverantwortlich, dass sich Arzneihersteller in Deutschland teils aus der Produktion zurückgezogen haben. Die EU will mit dem Critical Medicines Act dagegen wirken

Schnellere Genehmigungen für Studien

Neben den Energiekosten will die CDU dafür sorgen, dass sich die Chemie- und Pharmaunternehmen auf eine sichere Stromversorgung verlassen können und schneller Genehmigungen für Modernisierungsprojekte oder klinische Studien bekommen. Auch für den Aufbau einer Wasserstoff- und CO2-Infrastruktur will sich die Partei einsetzen.

Bei dem Treffen am Freitag und Samstag im Kloster Schöntal im Norden Baden-Württembergs kommen nach Parteiangaben rund 200 Christdemokraten zusammen – darunter unter anderem die gesamte Führung der Landespartei, Abgeordnete aus dem Bundestag, dem Landtag und dem EU-Parlament sowie Oberbürgermeister und Landräte. Am Freitag wird auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) als Gast erwartet.

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