Einen Mehrheitsanteil am Bad Vilbeler Generikaunternehmen Stada hat nun der britische Investor CapVest übernommen. / © Imago/Norbert Neetz
Mit dem Einstieg des Finanzinvestors wollen die Bad Vilbeler ihren Wachstumskurs weiter beschleunigen und verstärkt in organische Expansion sowie strategische Zukäufe investieren.
Stada hatte zuletzt einen Umsatzanstieg auf 4,3 Milliarden Euro gemeldet, ein Plus von sechs Prozent. Das bereinigte EBITDA erreichte demnach mit 961 Millionen Euro »ein Allzeithoch«.
CEO Peter Goldschmidt begrüßte den Abschluss der Transaktion und betonte die Bedeutung der Branchenexpertise des Investors für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Auch CapVest-Partner Matt Fargie kündigte eine enge Zusammenarbeit bei der Umsetzung Expansionspläne an. Die Übernahme sei nach Erhalt aller regulatorischen Genehmigungen finalisiert worden.
Die Investoren Bain Capital und Cinven hatten den Arzneihersteller mit weltweit zuletzt rund 11.600 Beschäftigten 2017 für 5,3 Milliarden Euro gekauft und dann von der Börse genommen. Im August vergangenen Jahres stellte Goldschmidt einen Börsengang für den Herbst in Aussicht. Vorherige Pläne waren wegen heftiger Börsenschwankungen im Frühjahr vertagt worden.
Wenige Tage nach Ankündigung präsentierten die bisherigen Eigentümer dann einen Käufer für die Mehrheit an dem Unternehmen: CapVest Partners. Bain Capital und Cinven teilte mit, dass sie mit einer Minderheit an Bord blieben. Unklar ist, wie groß der Anteil der Londoner ist.
Stada war in den vergangenen Jahren auch durch eine Serie von Übernahmen gewachsen, hat dabei aber rund 5,7 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Um für Investoren attraktiver zu werden, hatte das Unternehmen sein Russlandgeschäft abgespalten – es galt als Belastung für die Verkaufspläne.