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Neuer DRK-Präsident
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Gröhe warnt vor Lücken im Bevölkerungschutz

Deutschland ist beim Bevölkerungsschutz für den Ernstfall nicht ausreichend vorbereitet, sagt der neue Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Hermann Gröhe. Er fordert ein kurzfristiges Investitionsprogramm für mobile Einrichtungen und Strukturen in der Fläche.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 11.12.2025  17:00 Uhr

In der Frankfurter Allgemeine (FAZ) hat der ehemalige Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), der seit November 2025 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes ist, in einem Interview vor Lücken im Bevölkerungsschutz im Fall von Krieg und Naturkatastrophen gewarnt.

»Die zu Recht ausgerufene Zeitenwende betrifft nicht nur die militärische Verteidigungsfähigkeit, sondern auch den Bevölkerungsschutz, den wir ja auch bei Naturkatastrophen brauchen. Und beim Bevölkerungsschutz sind wir in Deutschland nicht ausreichend vorbereitet. Dies zu ändern, ist eine zentrale Herausforderung«, sagte er der Zeitung.

Das DRK sei bereit, den Sanitätsdienst der Bundeswehr im Konfliktfall zu unterstützen. Gröhe fordert eine engere Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften und dem DRK und den anderen anerkannten Hilfsorganisationen. »Und so bitter es ist: Wir lernen auch von dem bewaffneten Konflikt in der Ukraine, wie wichtig etwa die Zusammenarbeit aller Akteure im Zivilschutz ist und welche Unterstützung die Zivilbevölkerung in einem langen Konflikt benötigt.«

DRK finanziert mobiles Betreuungsmodul

Beispielsweise sei die Infrastruktur und die Ausstattung in Bezug auf den Bevölkerungsschutz unzureichend. Die Politik habe schon vor knapp zehn Jahren versprochen, zehn mobile »Betreuungsmodule« bereitzustellen, so Gröhe. »Diese Einrichtungen können, wie kleine Städte, 5000 Menschen unabhängig und selbständig versorgen. Bisher ist nur ein einziges Modul ausfinanziert. Dabei sind die Kosten von 35 Millionen Euro je Einheit durchaus darstellbar«, sagte er weiter.

»Es braucht den politischen Willen, das Notwendige zu tun. Wir haben diesen Willen. Daher errichten wir aus eigenen Mitteln in Luckenwalde das modernste Logistikzentrum für Bevölkerungsschutz Deutschlands.« Zudem brauche es kurzfristig ein Investitionsprogramm für mobile Einrichtungen und Strukturen in der Fläche.

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